Willkommen bei Hans Dieter Schreeb

Arbeit und biografische Angaben

Sie erhalten hier einen Einblick in meine Arbeit und meine Biografie. Lesen Sie über meine Romane Primadonna, Hinter den Mauern von Peking, Hotel Petersburger Hof. Informieren Sie sich bitte über meine Arbeit für Funk, Fernsehen und Theater. Außerdem finden Sie hier alle Kontaktadressen, soweit sie für meine Arbeit wichtig sind.

 

Gedächtnis der Nation - umgezogen

Vor einigen Jahren interviewte ein ›Zeitzeugenportal‹ namens ›Gedächtnis der Nation‹, an dem unter anderem das ZDF beteiligt war, Hans Dieter Schreeb vor dem Schöneberger Rathaus. Just unter dem Balkon, auf dem John F. Kennedy seine vier berühmten Worte »Ich bin ein Berliner« gesprochen hatte. Diese Videoclips sind nun umgezogen, zum ›Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland‹ in Bonn. Sie werden aber weiterhin im Internet präsentiert – auf der Website www.zeitzeugen-portal.de

Wunderland, weltweit

 »Wunderland - Die Amerikaner in Wiesbaden«, herausgegeben von Helmut Müller und mit Texten von Hans Dieter Schreeb, beschreibt das Zusammenleben der amerikanischen Besatzer und der (von den Preußen) befreiten Wiesbadener nach 1945. Dieses Buch befindet sich im Katalog der Stanford University, mithin in der Bibliothek einer der angesehensten Universitäten der Welt.

Die ersten Sätze aus dem Text von Hans Dieter Schreeb:  »Wer kennt sie nicht, die zerkratzten Wochenschau-Bilder vom Kriegsende? In New York Konfetti-Parade, in London jubeln die Menschen Churchill zu, in Paris wird auf den Straßen getanzt. In Deutschland hat niemand auf der Straße getanzt, hat niemand irgendjemandem zugejubelt; im besten Fall sind sich Befreite und Gerettete in die Arme gefallen. Die große Mehrheit der Deutschen, Nazis wie Nicht-Nazis, empfand das Kriegsende als Niederlage, als Zusammenbruch, als neues Versailles, hatte Angst vor dem Kommenden.

Die Stunde Null, die später mit so viel Bedeutung aufgefüllt wurde, wurde in einer Stimmung erlebt, die gemischt war aus Resignation und Noch-mal-Glück-gehabt. Man schoss nicht mehr und wurde nicht mehr beschossen; es war Schluss mit Fliegeralarm und Zittern im Luftschutzkeller, mehr war nicht. Das war nach sechs Jahren Krieg nicht wenig, aber es war unendlich viel weniger, als später hinzugedichtet wurde.«  (Societäts-Verlag, Frankfurt, gebundene Ausgabe, September 2013)

Fundstück: 300 Jahre Grab der Familie Schreber - von Schreeb

An der Nordseite des St. Ansgari-Kirchhofes in Hatten befindet sich die Gruft der Familie Schreber - von Schreeb. Dabei handelt es sich um die einzige erhaltene Familiengruft auf dem Kirchhof, die von ihrer Historie und den Ausmaßen für die Bestattungskultur des Oldenburger Landes von besonderer Bedeutung ist.

Der Hatter Amtsvogt und Gutsherr Traugott Schreber (1671 - 1718) hatte den Platz für die Gruft 1712 mit Genehmigung des Konsistoriums erworben. Durch den Tod seines Vaters war er 1711 in den Besitz eines ansehnlichen Vermögens gelangt und hegte nun offensichtlich den Wunsch nach einem "standesgemäßen" Erbbegräbnis.

Die Gruft (ca. 8 x 4 m) wurde mit Ziegelsteinen gemauert und mit einer Holzbalkendecke versehen, den Abschluss bildeten aufrechtstehende Sandsteinplatten und ein Ziegeldach. In diesem oberirdischen Gebäudeteil befand sich nicht nur der familieneigene Leichenwagen, sondern auch der Zugang zur Gruft. Insgesamt diente das imposante Bauwerk drei Generationen der Familie Schreber, die 1755 mit dem Namen von Schreeb in den erblichen dänischen Adelsstand erhoben wurde, als Ruhestätte. Innerhalb von 75 Jahren wurden hier 3 Ehepaare, 2 Einzelpersonen und 10 Kinder, vielfach Säuglinge, bestattet.

Traugott Schreber, der Erbauer seines Erbbegräbnisses, hatte auch die Entwürfe seines Sarges selbst gezeichnet. Er starb bereits 47- jährig am 16. September 1718 an den Folgen der Wassersucht.

Aus dem Internet; Website der Ev. luth. Kirchengemeinde Hatten

Neues über den Autor, seine Kindheit und seinen Vater

Der Rubrik Biografisches dieser Website hat Hans Dieter Schreeb drei Artikel hinzugefügt: Einer beschreibt unter dem Titel ›Mein Vater‹ Leben und Sterben seines Vaters Alfred Schreeb, der andere - Titel: Der Junge, der Angst hatte, erschossen zu werden - erzählt seine Kinder- und Jugendjahre.  Der dritte Artikel schließlich ›Warum? – Mein politisches Leben‹ skizziert die Jahre, in denen er sich in der SPD aktiv betätigte.

Mein Vater

Das Wichtigste, das ich von meinem Vater weiß: Er hieß Alfred Schreeb, wurde am 2. April 1906 in Wiesbaden geboren und geriet am 26. Juni 1944 bei Subarewitsch im Raum Bobruisk schwer verletzt in russische Kriegsgefangenschaft. Möglicherweise kam er an dem Tag aber auch auf dem Schlachtfeld um. Bei den ›Abwehrkämpfen im Raum Bobruisk‹ verlor die Wehrmacht rund 400 000 Soldaten, etwa 130 000 Gefallene und 262 000 Gefangene. Bobruisk selbst liegt in Weißrussland, rund 150 Kilometer von Minsk entfernt. Vor allem aber liegt Bobruisk an der Beresina. Hier fand schon 1812 Napoleons Grande Armée ihr Ende und auch der verzweifelte Versuch der deutschen Truppen, 1944 über die Beresina zu entkommen, führte zu grauenhaftem Gemetzel.

Aber weiter über meinen Vater. Sein Vater war Georg Schreeb, zur Zeit der Geburt meines Vaters Besitzer eines kleinen Hotels am Geisberg in Wiesbaden. Seine Mutter, also die Mutter meines Vaters, meine Großmutter, war Frieda Schreeb, geborene Doos. Sie ist die Heldin meiner Romane ›Hotel Petersburger Hof‹ und ›Gute Jahre‹; in beiden Büchern kommt mein Großvater nur als Randfigur vor. Mein Vater war der jüngste der drei Söhne von Georg und Frieda, auch der Kleinste. Bei der Musterung im Jahre 1937 war er 167 cm groß.

Mein Leben lang habe ich geglaubt, was man mir über den beruflichen Werdegang meines Vaters erzählte; viel war es eh nicht. Danach hatte er in der Küche des Wiesbadener Luxushotels ›Rose‹ gelernt und war in den zwanziger Jahren zusammen mit seinem Bruder Willy nach New York ausgewandert. Tatsächlich sind die Namen der Beiden heute noch in den Passagierlisten des Hapag-Lloyd zu finden.

In New York brachte es mein Vater dann bis in die Küche des Waldorf-Astoria Hotels. Ende der zwanziger Jahre, nach dem Tod meines Großvaters, kamen die Beiden, Willy und mein Vater, zurück, um meiner Großmutter bei der Führung des Hotels am Geisberg beizustehen. Die brauchte aber keine Hilfe.

Darauf eröffnete Willy einen Zigarrenladen am Kureck und mein Vater unternahm Verschiedenes. Nach den Erzählungen war er unter anderem beim Wiesbadener Finanzamt tätig und als ›Reiseleiter‹ bei den ›Weißen Kurautobussen‹.

Im Herbst 1939 – da war der sogenannte Polenfeldzug schon vorbei – meldete er sich freiwillig zur Wehrmacht. Wenige Tage vor Weihnachten 1939, genau genommen am 16. Dezember 1939, wurde er eingezogen und in Sieradsch im Warthegau am Gewehr und am Fernsprecher ausgebildet.

Wieder mal Wiesbaden in seiner Glanzzeit

Detlef Schaller, früher Herausgeber der Zeitschrift Filmecho/Filmwoche und großer Sammler von Postkarten, die in Wiesbaden lebende Übersetzerin Lone Sonlov-Kögel, geboren in Kopenhagen, und Hans Dieter Schreeb haben sich vor einigen Jahren zusammengetan, um ein Rätsel zu lösen – warum schreibt jemand täglich Ansichtskarten von Wiesbaden an seine Tochter, die sich mit ihm in dem gleichen Wiesbadener Hotel aufhält? Als sie das Rätsel geknackt hatten, machten die Drei aus den erhalten gebliebenen Postkarten einen Bildband – im Stil des von den Wiesbadenern hochgeschätzten, beinahe geliebten Bandes Kaiserzeit.

Der neue Bildband Süße kleine Angela – Angela Berlin in Wiesbaden mit einem kurzen Roman von Hans Dieter Schreeb ist nun als Privatdruck erschienen und in jeder Wiesbadener Buchhandlung zu haben. Preis: 37 Euro. Heinz-Jürgen Hauzel dazu im Wiesbadener Kurier vom 12. April 2023: »Es ist eine wunderschöne Geschichte, die der Wiesbadener Kulturpreisträger Hans Dieter Schreeb in dem Buch Angela Berling in Wiesbaden erzählt – sie lässt die kaiserliche Weltkurstadt zu Beginn des vorigen Jahrhunderts auferstehen und beschreibt das Leben der Gäste, die Geld und Zeit im Überfluss hatten oder doch zumindest den Anschein erwecken wollten. Der Kurzroman ziert den 440 Seiten starken Band und erklärt zugleich, wie es zu der Sammlung von 300 Ansichtskarten gekommen ist, die mittlerweile im Besitz von Detlef Schaller, in diesem Buch veröffentlicht sind.

Die Berlings gehörten zu den 100 000 ›Kurfremden‹, die Wiesbaden vor 120 Jahren besuchten. Die Vorfahren von Volmer Berling hatten 1749 in Kopenhagen die Berlingske Tidende gegründet und damit die Familie auf Generationen bekannt und reich gemacht. Das Blatt ist heute die älteste noch existierende dänische Tageszeitung. 1903 lebte Volmer mit seiner Frau Signe und Tochter Angela, die in Wiesbaden ihren 18. Geburtstag feierte, über mehrere Monate in der Villa Alma am Leberberg. Im Frühjahr entwickelte er einen besonderen ›Spleen‹, schrieb seiner »süßen Angela«, die ja die meiste Zeit mit den Eltern gemeinsam verbrachte, zumindest mit Vater und Mutter im gleichen Haus wohnte und mit ihnen am Frühstückstisch saß, tagtäglich Postkarten. In wenigen April- und Mai-Wochen mindestens die erhaltenen 300, aber eher mehr.

Den Rekord stellte er am 13. Mai auf – mit 69 Stück an einem Tag.« Fazit Hauzel: »…ein für Freunde der Stadtgeschichte sehens- und lesenswertes Druckwerk.«  

Text der letzten Sendung Bericht aus Berlin

Heute höre ich auf, auf Radio Rheinwelle aus Berlin zu berichten. Dies, weil ich bald 85 Jahre alt werde und das Leben vor allem vom Sofa aus beobachte. In den ersten Jahren meiner Berliner Zeit habe ich gern an Pressekonferenzen teilgenommen – auch die der Bundespressekonferenz – und Stadtteile besucht, in die niemand fährt; einfach, um Berlin kennenzulernen. Das habe ich nach und nach eingestellt. Die Neugier erlischt und die Fähigkeit, vernünftig zu gehen, auch.

Neuwahlen

Lassen Sie es uns auch heute so halten wie immer: Beschäftigen wir uns als Erstes mit der Berliner Lokalpolitik.

Letzter Bericht aus Berlin bei Radio Rheinwelle

Fast dreißig Jahre lang war Hans Dieter Schreeb mindestens einmal pro Monat auf Radio Rheinwelle zu hören: Erst direkt und live aus dem Wiesbadener Studio ›Unter den Eichen‹ mit historischen Themen, dann seit 2010 aus Berlin. Am 3. Februar 2023 lief nun die letzte dieser monatlichen einstündigen Sendungen; alles endet ‘mal. Die letzte Sendung lief sogar zwei Stunden; von 12 Uhr bis 14 Uhr, unterbrochen nur von Musik und den Weltnachrichten. Die Moderation hatte wie meist in diesen dreißig Jahren Elisabeth Jost-Dahlhoff. Aus verständlichen Gründen war die letzte Sendung ausgesprochen persönlich gehalten.

Unter dem Button ›Aktuelles‹ finden Sie den Text der letzten Sendung Bericht aus Berlin!

Dritte Saison

Am Freitag, 10. März 2023, startet ZEPPELIN in seine dritte Saison!

Im März, April und Mai wird das Musical von Ralph Siegel und Hans Dieter Schreeb dann an mindestens zwanzig Tagen im beeindruckenden Festspielhaus Füssen (Majestätisch, Magisch!) zu sehen sein.

Diese PRESSESTIMMEN erschienen zur Welt-Uraufführung im Oktober 2021:

„Wagnis gelungen: Der Schlagerkönig wuchtete eine beeindruckende XXL-Show auf die Riesenbühne des Festspielhauses am Forggensee …berührend, fesselnd und keineswegs seicht.“ BR-Klassik, Kultur, 17. Oktober 2021 „Mehr kann ein Musical kaum leisten. […] Siegels Musical ist ein Stück spannender Zeitgeschichte mit Glamour, Drama und hohem Ohrwurm-Faktor.“ BILD, 17. Oktober 2021 „Der „Titan der deutschen Musik“ […] hat es geschafft, ein Musical über ein Stück deutsche Geschichte zu komponieren, das anrührend ist, das Romantik und Politik brillant verknüpft und das bei den Zuhörern noch lange nachhallt.“ Münchner Merkur, 18. Oktober 2021 „… ein gigantisches Werk. […] Die großen Fragen der Menschheit werden aufgeworfen, nach dem Sinn des Lebens, nach Schuld, Liebe und Tod.“ Augsburger Allgemeine, 17. Oktober 2021 „Zeppelin präsentiert ein Stück deutsche Geschichte mit hervorragenden Darstellern […] emotional, amüsant, ebenso tragisch, nachdenklich wie aufwühlend. Eine phänomenale Inszenierung, durchdacht bis ins letzte Detail.“ WDR4, 18. Oktober 2021 „Füssen wird für einen Abend zur Kulturhauptstadt“ Schwäbische Zeitung, 18. Oktober 2021 „…fulminante Aufführung mit Starbesetzung…“ Freizeit Revue, 27.10.2021 „Titanenklänge – Die Zeit verging wie im Flug.“ BUNTE, 21.10.2021 „Eine aufregende Musical-Reise mit Tiefgang“ Rhein-Neckar-Zeitung, 26. Oktober 2021 „… ein dreistündiges Meisterwerk, dass es so wohl noch nicht im deutschsprachigen Raum gegeben hat“ Schlager.de, 17. Oktober 2021 „…eine pompöse Großproduktion […]. Dass das alles über knapp drei Stunden doch eine überwältigende Zugkraft entwickelt, dass man staunt, sentimental sein Taschentuch rausholt oder aufgewühlt mitgeht, liegt […] an Siegels breitem Können, seiner großen Erfahrung und den vielen eingängigen oder dramatischen musikalischen Einfällen. […] Ein Lebenswerk.“ Abendzeitung, 18. Oktober 2021 „Grandiose Musik […] und minutenlanges Standing-Ovation“ Radio Arabella, Oktober 2021   Karten an allen einschlägigen Vorverkaufsstellen

Der letzte Brief aus Berlin

Am Ende des Jahres 2022 druckte der ›Wiesbadener Kurier‹ den letzten Brief aus Berlin seines Autors Hans Dieter Schreeb – den letzten von rund hundertdreissig. Die ersten Artikel dieser Reihe erschienen im Jahr 2010 im Wiesbadener Tagblatt; dem Jahr, in dem Schreeb aus sehr privaten Gründen von Wiesbaden nach Berlin umgezogen war. Später wechselten die einmal im Monat erscheinenden Berichte aus Berlin – halb Betrachtung der Aktualität, halb Feuilleton – zum Wiesbadener Kurier. Dass nun damit Schluss ist, hat erneut sehr private Gründe. Mit fast 85 Jahren muss man seine Zeit und seine Kräfte einteilen … Der letzte Brief aus Berlin endete so: »Man verspricht den Berlinern deswegen das Blaue vom Himmel, verschiedene Bezirksämter haben in Vorbereitung dieser Wiederholungswahl schon geschlossen, man hat die Aufwandsentschädigung für die Wahlhelfer vervierfacht – ich werde dennoch Briefwahl machen! Ich erwähne das, um zu zeigen, der unbefangene Blick auf die Stadt, mit dem ich Berlin anfangs betrachtete, ist verloren gegangen. Jetzt ärgere ich mich wie jeder erwachsene Berliner über die hier herrschende organisierte Verantwortungslosigkeit, über die Tatsache, dass alle Verspechen vom Lernen aus Fehlern bei erstbester Gelegenheit wieder vergessen werden, und staune wie die Meisten darüber, dass sich die Stadt dennoch zum Guten entwickelt.«  

Neu: Auf ewig Lola

Der Berliner Gallissas-Theaterverlag bietet den Bühnen das neueste Musical von Hans Dieter Schreeb an: ›Auf ewig Lola‹. Seine Heldin: Marlene Dietrich. Und ebenfalls bemerkenswert: Die unvergleichlichen Songs der Marlene Dietrich, die hier geboten werden. Die Dietrich war das Geheimnis in sich: eine der legendärsten Frauen der Filmgeschichte; eine einzigartige Schauspielerin, die nicht an sich glaubte; eine Frau, die mehr Affären hatte als eine gut beschäftigte Lebedame.

Sie hatte Liebschaften mit weltberühmten Männern – und weltberühmten Frauen. Jean Gabin war dabei die Liebe ihres Lebens. Und bei allem war sie der größte Weltstar auf Leinwand und Bühne, den Deutschland je hervorgebracht hat. Ihr erster großer Song »Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt« machte sie von einem Tag zum anderen zum Weltereignis. Danach folgte eine unvergleichliche Karriere, die erst Jahrzehnte später endete. Marlene Dietrich war eine kluge, hart arbeitende Frau, eine Frau mit außergewöhnlichem Mut – und eine Kämpferin in des Wortes wahrster Bedeutung.

Dabei war Captain Dietrich (seit 1939 amerikanische Staatsbürgerin) im Zweiten Weltkrieg, als sie amerikanische Truppen betreute, öfter an der Front als ›Ike‹, der Oberbefehlshaber. Um ein Haar wäre sie kurz vor Weihnachten ’44 in der Ardennen-Schlacht gefangen genommen worden – in der schrecklichsten Schlacht, die Amerika im Zweiten Weltkrieg durchstehen musste. Marlene Dietrich wurde dafür mit der Medal of Freedom ausgezeichnet, einem der höchsten Orden, den die Vereinigten Staaten vergeben; zu Recht.

Auf der Website des Gallissas-Verlages heißt es dazu:  "Wie immer in seinen Stücken vereint Hans Dieter Schreeb auch in ›Auf ewig Lola‹ Politik und Liebe. Bei jedem Satz und jeder Szene merkt man, er ist fasziniert und mitgerissen von seiner Heldin. Die Zuschauer werden es ebenfalls sein." Angekündigt wird 'Auf ewig Lola' als das "neue Stück mit den Liedern von Marlene Dietrich", Buch: Hans Dieter Schreeb, Musik: Friedrich Holländer, Burt Bacharach, Cole Porter, u.v.m.

Warum? Mein politisches Leben

Anlässlich des gegenwärtigen Jubiläums (die SPD feiert ihr hundertsechzigjähriges Bestehen) forderte der Parteivorstand der SPD, vertreten durch den Generalsekretär Kevin Kühnert, alle alten Genossen auf, sich zu erklären. Warum waren sie in die Partei eingetreten? Und warum waren sie der Partei mehr als sechzig Jahre treu geblieben? Und vor allem: Warum waren sie immer noch Mitglied?

Im ersten Moment erschien mir das Schreiben als ein weiterer Versuch, die Mitglieder ›einzubinden‹, ›mitzunehmen‹ und wie die modischen Begriffe für diese gut gemeinten Experimente lauten. Dann wurde mir klar, dass ich mein berufliches Leben mehr als einmal dargestellt habe – meine jahrzehntelange Arbeit erst für Zeitungen, dann fürs Fernsehen. Ich habe jedem, der es wissen wollte, mitgeteilt, dass ich nach meiner Zeit fürs Fernsehen Romane geschrieben habe, dicke Bücher, die mir sehr viel Ehre eingetragen haben, aber nur einmal richtig Geld. Seit rund zwanzig Jahren schreibe ich nun Libretti zu Musicals, die (wenn nicht gerade Pandemie herrscht) mit schönem Erfolg laufen.

Das alles kann man in allen Details hier auf meiner Website nachlesen.

Über mein politisches Leben – und ich hatte durchaus eins – habe ich selten ein Wort verloren.

Ich dachte deswegen: Vielleicht hat Kevin Kühnert recht; vielleicht sollte ich es jetzt tun. Man weiß ja nie …

Also dann!

Ich stamme aus einer durch und durch bürgerlichen Familie. Mein Großvater betrieb in Paderborn eine Gastwirtschaft namens ›Thüringer Hof‹ und besaß fünf Häuser, wie meine Mutter meiner Schwester und mir immer wieder vermittelte. Und zwar mit Wehmut in der Stimme, dass sie alle dahingegangen waren, die fünf Häuser. Meine Großmutter betrieb einige Meter vom Wiesbadener Kochbrunnen entfernt jahrzehntelang ein kleines ›Familienhotel‹, und meine Mutter hatte sich eine durchaus eindrucksvolle Villa gekauft, als sie 1936 geheiratet und nach Wiesbaden gezogen war. Für mich kamen Arbeiter nur als Handwerker vor, wenn sie uns das Dach oder die Wasserleitungen reparierten.

Und bei Karl Marx selbstverständlich!

Ich weiß noch, wie ich als Vierzehnjähriger knallrot wurde, als ich in der Stadtbibliothek das Kapital ausleihen wollte und die Bibliothekarin mich ansah, als hätte ich einen Porno bestellt.

Podcast Starke Berlinerinnen

Gallissas, der international bedeutende Berliner Theaterverlag, hat auf seine Webseite einen Podcast von Hans Dieter Schreeb und Jens Ochmann gestellt. Thema: Starke Berlinerinnen. Diese Podcast' sind nun auch von dieser Website abzurufen.  Siehe oben auf dieser Seite: Berlinerinnen - Porträts von Hans Dieter Schreeb.

Im Vorspann jedes Porträts heißt es: »Berlinerinnen prägten die Stadt und schrieben Geschichte. Und sie tun es immer noch. Dieser Podcast berichtet von berühmten und von bemerkenswerten Frauen. Auch von lebenden! Sie erfahren Wichtiges und Interessantes über die Person, um die es geht, aber auch Einiges und Typisches über die Zeit, in der sie wirkte beziehungsweise in der sie wirkt.«

islang sind elf Gespräche abzurufen. Und zwar über Marlene Dietrich, Lilli Palmer, Leni Riefenstahl, Meli Beese, Gabriele Tergit, Louise Schröder, Henriette Lustig, Rosa Luxemburg, Königin Luise, über Seyran Ateş und Margot Friedländer.

Außerdem berichtet Hans Dieter Schreeb hier über die Entstehung von vier seiner Libretti zu Musicals und führt ein langes (zweiteiliges) Gespräch mit Christoph Weyers, Mitinhaber und Creative Director von Gallissas, über seine Arbeit als Autor für Fernsehen, Bühne und Buchverlage.

Triumph und Erfolg

Die Welturaufführung des Musicals ›Zeppelin‹ am 16. Oktober 2021 im Festspielhaus Füssen wurde zu einem Triumph für Ralph Siegel, von dem Musik und Songs des Musicals stammen, und zu einem beachtlichen Erfolg für Hans Dieter Schreeb, der das Textbuch geschrieben hat. Die Schwäbische Zeitung nannte das Textbuch zum Beispiel ›gewaltig.‹ Der Bayerische Rundfunk berichtete besonders ausführlich über die Premiere.

An einer Stelle wurde gesagt: »Das war das Wunder an dieser Uraufführung im Füssener Festspielhaus: Es war keine Minute langweilig. Ralph Siegel und sein Autor Hans Dieter Schreeb erzählten so viele Geschichten durch- und übereinander, dass Aufmerksamkeit gefragt war – die dann allerdings auch immer wieder belohnt wurde. Wer kennt sich schon so genau aus mit dem Leben des Grafen Zeppelin, der sein Vermögen einsetzte für den Bau von Luftschiffen und dabei immer wieder Rückschläge einstecken musste? Und wer schaute nicht gebannt der fiktiven Reisegesellschaft zu, die auf der letzten Fahrt der ›Hindenburg‹ ihre Ehekrisen, ihre Lebenslügen, ihre Träume, ihre Ängste, ihre Hoffnungen vorführt? Das war bis zum abschließenden Gefühlssturm über New Jersey berührend, fesselnd und keineswegs seicht.«

WDR4 urteilte: »Zeppelin präsentiert ein Stück deutsche Geschichte mit hervorragenden Darstellern [...] emotional, amüsant, ebenso tragisch, nachdenklich wie aufwühlend. Eine phänomenale Inszenierung, durchdacht bis ins letzte Detail.«

Der Spiegel: »Drama, Humor und Liebesleid zeichnen dieses zeitgenössische Musical aus - eine Produktion der Superlative«  und BILD: »Mehr kann ein Musical kaum leisten.«

Die Rhein-Neckar-Zeitung schrieb: »Eine aufregende Musical-Reise mit Tiefgang« und der Münchner Merkur kam zum Schluss: »Der ›Titan der deutschen Musik‹ [...] hat es geschafft, ein Musical über ein Stück deutsche Geschichte zu komponieren, das anrührend ist, das Romantik und Politik brillant verknüpft und das bei den Zuhörern noch lange nachhallt.«  

Wie alles begann

In einem Beitrag für das Programmheft stellte Hans Dieter Schreeb dar, wie die Zusammenarbeit zwischen Komponist Ralph Siegel und ihm begann: »Ich werde nie vergessen, wie Ralph Siegel und ich zum ersten Mal über das Musical ›Zeppelin‹ sprachen. Aus praktischen Gründen geschah das über Skyp, er in München, ich in Berlin. Und am Ende eines langen Gesprächs sagte er: ›Wissen Sie was, Sie haben so ein freundliches Lächeln – probieren wir es miteinander.‹ Nun habe ich in meinem langen Autorenleben mit vielen Redakteuren, Produzenten, Regisseuren und Verlegern zusammengearbeitet, auch mit Komponisten und Arrangeuren, aber nie mit jemanden, der mich wegen meines freundlichen Wesens engagierte.

Was soll man sagen? Alles geschieht irgendwann einmal zum ersten Mal. Und hat bis heute gehalten. Ralph Siegel und ich haben über Jahre an dem Stoff gearbeitet. Der Text verlangt es und er verdient es. Der Untergang des Luftschiffes LZ 129 ›Hindenburg‹ in Lakehurst ist eine der großen Katastrophen der Menschheit. Lakehurst selbst, ein ziemlich öder Navy-Landeplatz und Endpunkt jeder Amerikafahrt der Zeppeline, lag und liegt rund hundert Kilometer südlich von New York. Der 6. Mai 1937 und die Explosion von Lakehurst haben sich ins Gedächtnis der Menschheit eingegraben. Darüber sind Bücher geschrieben und Filme gedreht worden; das Unglück selbst ist von Wochenschau-Reportern gefilmt worden.

Und zwar jede der schrecklichen dreißig Sekunden.35 der 97 Menschen an Bord und ein Mitglied der Bodenmannschaft kamen ums Leben. Es war ein schieres Wunder, dass es bei diesem Inferno Überlebende gab. Und damit stellte sich und stellt sich die philosophische Frage: Warum er? Nicht sie? Warum sie? Nicht er?! Ralph Siegel hat dazu den wunderbaren, tief ergreifenden Song geschrieben: ›Wo führt der Weg uns hin?‹ Wie gesagt, die Katastrophe von Lakehurst wurde oft beschrieben und oft dargestellt. Sie war allerdings noch nie Grundlage eines Musicals. Dabei verlangt der Stoff bei seiner Überfülle an Gefühl und innerer und äußerer Dramatik geradezu nach Musik: Ralph Siegel war der Erste, der das erkannte.

Vor der Weltpremiere in Füssen: Die Macher des Musicals 'Zeppelin' mit Ehrengast

Unmittelbar vor der mehrmals verschobenen Premiere des Musicals 'Zeppelin' im Festspielhaus Füssen: Schöpfer und Komponist Ralph Siegel, seine Frau Laura und der Autor des Texbuches, Hans Dieter Schreeb, zusammen mit dem Ehrengast des Abends, dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. (Bild: dpa)  

Wie das Festspielhaus Füssen die Sache sieht

Ralph Siegel (rechts im Bild) und Hans Dieter Schreeb .KulturLeben„ZEPPELIN – Das Musical“

Eine Vision wird Realität

Die Welturaufführung von Ralph Siegels „Zeppelin“ wurde aufgrund der Coronapandemie mehrfach verschoben und findet nun – nach insgesamt fünf Jahren Vorbereitungszeit – am 16. Oktober 2021 im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen statt.

Ralph Siegel hatte einen Traum und die Idee: Ein Musical zu komponieren über den Pionier der Luftschifffahrt, den berühmten Grafen Zeppelin, zum einen und zum anderen über den letzten Flug der „Hindenburg“ und sein dramatisches Ende. Der Geschichte des visionären Konstrukteurs Graf Zeppelin, sein unbeirrbarer Glauben an die Technik, wird in einer parallelen Handlung der letzte Flug der „Hindenburg“ gegenübergestellt. Somit spannt das neue Musical „Zeppelin“ von Ralph Siegel und Hans Dieter Schreeb einen beeindruckenden Bogen vom Beginn bis zum Ende einer Ära. Der Absturz des Luftschiffes LZ 129 „Die Hindenburg“ gilt als einer der tiefgreifendsten Momente in der Geschichte des 20. Jahrhunderts und hat sich in die Köpfe der Menschen weltweit eingebrannt.

Mit dem Berliner Buchautor Hans Dieter Schreeb fand Siegel einen kongenialen Historiker und Partner. Ralph Siegel selbst schrieb die Liedertexte und die teils dramatische, der Zeit angepasste Musik. Eine Mischung aus kritischem Geschichtsunterricht, bester Unterhaltung und emotionaler Lovestory. Unter den rund fünfzig Darstellern auf der Bühne, befinden sich unter anderem Stars wie Patrick Stanke, Sandy Mölling, Josefine Kleverlaan, Holly Hylton, Hannes Staffler, Uwe Kröger, Kevin Tarte, Sigmar Solbach, Mathias Edenborn, Stefanie Gröning, Kristin Backes, Chris Brose, Alexander Kerbst, Stefanie Kock sowie Tim Wilhelm. „Die Idee, das Zeppelin-Musical zu schreiben, entstand, als ich eine Dokumentation über die Kriegsjahre im Fernsehen gesehen habe“, erinnert sich Siegel. „Da flogen Zeppeline über London und gleichzeitig sah ich im Geiste die vielen Zeppeline, die heute oft mit Werbung versehen über das Land fliegen. Ein Luftschiff dieser Größe zu bauen, fand ich schon immer faszinierend.

Serie Der Bürgermeister auf DVD

 ›Der Bürgermeister‹ demnächst auf DVD

Die komplette ZDF-Serie ›Der Bürgermeister‹, 1979 zum ersten Mal im ZDF-Programm, ist demnächst auf DVD zu haben.Vertreiber Pidax dazu: »Paradebayer Gustl Bayrhammer brilliert in dieser Serie als sympathischer Bürgermeister, an seiner Seite sind andere beliebte Volksschauspieler wie Toni Berger, Willi Harlander und Karl Obermayr zu sehen. Hörzu (15/ 1983) beschrieb die Reihe so: ›Die Serie beleuchtet in unterhaltsamer Form Probleme der Kommunalpolitik kleiner Städte und Gemeinden.‹«Hans Dieter Schreeb, zusammen mit Hans-Georg Thiemt, Mit-Erfinder und Mit-Autor der ZDF-Serie dazu: »Uns riefen ausgewachsene Bürgermeister an und wollten Rat haben in kommunalen Angelegenheiten.«

Mein lieber Scholly

In der Reihe Hörbuchdownload - SWR Edition (›Kultur neu entdecken‹) erschien 2021 die Hörspiel-Reihe ›Mein lieber Scholly‹ von Hans-Georg Thiemt und Hans Dieter Schreeb, ursprünglich für den Südwestfunk produziert und im Programm ›Für junge Hörer‹ ausgestrahlt.

Worum geht’s? Ein Gast namens Scholly hat sich mit seiner Frau in einem Hotel einquartiert. Er ist ein Freund des Hoteldirektors, benimmt sich aber unmöglich. Seine Erlebnisse werden in dreizehn Hörspiel-Folgen zusammengefasst: Die versteckte Beute, Die alte Schrapnelli, Nr.4 in Chicago, Das Medaillon, Alles streng geheim, Die Bienenkönigin, Rocco Missa, Der Blumen-Dreier, Das Fünfer-System, Arm, aber ehrlich, Kapaun a la Scholly, Geteiltes Leid, Das Ruhekissen.

Regie: Lothar Schluck, Sprecher u. a. Ralf Wolter und Klaus Havenstein.

Urteil von SWR2: »Eine amüsante Hörspielreihe für die ganze Familie!«

Neu auf der Website

Neu auf der Website: Zwei längere Texte von Hans Dieter Schreeb, zweimal Autobiografisches – ›Mein Kiez‹ und ›Meine guten Siebziger Jahre‹.

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