Willkommen bei Hans Dieter Schreeb
Arbeit und biografische Angaben
Sie erhalten hier einen Einblick in meine Arbeit und meine Biografie. Lesen Sie über meine Romane Primadonna, Hinter den Mauern von Peking, Hotel Petersburger Hof. Informieren Sie sich bitte über meine Arbeit für Funk, Fernsehen und Theater. Außerdem finden Sie hier alle Kontaktadressen, soweit sie für meine Arbeit wichtig sind.
Drei neue DVD’s – Serien von Thiemt/Schreeb
Pidax, der erfolgreiche vielseitige Film- und Hörspiel-Verlag, hat schon einige Serien des TV-Autorenduos Thiemt und Schreeb auf DVD herausgebracht. Anfang 2027 erscheinen bei Pidax drei weitere ungewöhnliche Arbeiten der beiden Autoren: Die Fahrt nach Schlangenbad, Der Herr Kottnik und Patienten gibt’s.
Alle drei auch Jahrzehnte nach ihrer Erstausstrahlung im ZDF erstaunlich jung und erstaunlich frisch.
Hans Dieter Schreeb dazu in einem Interview: »Ich bin wirklich froh, dass ich bei Pidax immer wieder bedacht werde. Die DVD’s geben meiner Fernsehzeit etwas Dauerhaftigkeit und Wahrheit. Sie beweisen: Unsere Arbeiten haben sich immer vom Allgemeinen abgehoben; mal hatten sie eine bessere Grundidee, mal einen besonderen Ton. Etwas anderes als der Durchschnitt waren sie jedenfalls immer. Mit den DVDs in der Hand kann ich das nicht nur behaupten, sondern auch belegen. Allerdings: Mittlerweile kann ich sowieso behaupten, was ich will; aus dieser Ära ist niemand mehr da, der mir widersprechen könnte.«
Ein ungewöhnlicher Psychokrimi: Niemand wird ermordet; der einzige Tote stirbt eines natürlichen Todes. Und dennoch Spannung bis zur letzten Minute.
Die Geschichte spielt im Rheingau, in den harten Zeiten kurz nach dem Ersten Weltkrieg: Der ehemalige Leutnant Richard Dewald hat Arbeit bei den französischen Besatzungstruppen gefunden und sich prompt in Schiebereien zwischen Franzosen und Deutschen verwickelt. Unter anderem hat er den Kaufmann Alfred Wittkowsky mit den Franzosen bekannt gemacht - weil er eine Liaison mit dessen Frau Alma hat. Als die Gaunerei auffliegt, verlässt er die Kaserne und findet Unterschlupf bei seinem ehemaligen Obersten von Blum. Blum, Besitzer eines Weingutes am Rhein, nimmt seinen früheren Adjutanten auf, aber nicht ohne Berechnung. Er soll Klaus, seinen Sohn und einzigen Erben, in die Spur bringen. Vater und Sohn verbindet kaum etwas. Entsprechend ist Klaus erst abwartend-vorsichtig. Doch dann schließt er sich mit fliegenden Fahnen dem neuen Bewohner des Gutes an. Bald verfolgt der alte Blum dieses Verhältnis mit Misstrauen.
Dewald versucht mit allen Mitteln, seine Stellung auf dem Gut zu festigen und lässt deswegen Hedwig kommen, ein junges Mädchen, das er Klaus zuschanzen will. Er denkt, er kann mit Hedwigs Hilfe Klaus von sich abhängig machen. Um seine Absichten zu kaschieren, gibt er Hedwig als seine Frau aus. Bei Richard Dewald ist eben jede Handlung reine Berechnung. Aber er verrechnet sich; er kann und will Menschen einfach nicht so sehen, wie sie sind, sondern so, wie er sie braucht.
Deutsche Premiere - Tell, das Musical
Das theater für niedersachsen (tfn), 2007 durch die Fusion des Stadttheaters Hildesheim mit der Landesbühne Hannover entstanden, hat seinen Hauptsitz im Stadttheater Hildesheim. Das Theater präsentiert hier eine große Bandbreite kultureller Veranstaltungen: Opern, Operetten, Schauspiel von traditionell bis modern, Musicals vom Broadway, Konzerte aller Art.
Hier wird Tell – das Musical am 23. Mai 2027 seine deutsche Premiere haben. Bislang wurde das Musical nur in der Schweiz aufgeführt – mit großem Erfolg von den Walensee-Bühnen.
In seiner Vorschau schreibt das theater für niedersachsen (tfn),:
»Ein Wilhelm, ein Apfel, ein Hut … und sonst? Dass die Geschichte um Wilhelm Tell sehr viel mehr in sich trägt als Wilhelms Äpfel und Hüte, das wird in diesem Ringen um Macht, Unterdrückung und Freiheit klar. Aus einer nachvollziehbaren Weigerung wird schnell Widerstand. Eiserne Unterdrückung durch die Mächtigen bedeutet schnell viele widerständige Fäuste der Machtlosen. In der Urschweiz des wilhelm tell gilt hier also: ›Wo rohe Mächte gewissenlos walten, da wird sich Widerstand gestalten.‹
In der Musical-Version frei nach Friedrich Schillers wilhelm tell werden die inneren Gefüge der Macht beleuchtet und kritisch auf den Prüfstand gestellt. In der Vorlage bleibt das Funktionieren und Unterdrücken der Macht im Hintergrund, im Musical aber sind die regierenden und ausbeutenden Figuren sehr viel sichtbarer. Der Landvogt Gessler, der die Urschweizer Landen mit eiserner Faust verwaltet, tritt in der Fassung von Hans Dieter Schreeb und den Liedtexten von Wolfgang Adenberg als macht- und geldgieriger Despot auf. Er ist nur darauf bedacht, seine Stellung um jedes mögliche Stück zu verbessern – und dabei so reich und mächtig zu werden, wie es nur geht. So gegenwärtig wirkt wohl kaum eine andere Version des wilhelm tell.«
Im Internet heißt es dazu: »Diese moderne Fassung wurde vom Gallissas Verlag für die Walensee-Bühne in Walenstadt entwickelt. Kreativteam: Musik von Marc Schubring, Liedtexte von Wolfgang Adenberg und Buch von Hans Dieter Schreeb.
Besonderheit: Das Stück zeigt die bekannten Protagonisten wie Wilhelm Tell entgegen der traditionellen Darstellung als junge Männer und beleuchtet die regierenden Machtgefüge (wie den Despoten Gessler) deutlich intensiver und sichtbarer, als es selbst Schiller macht.«
Abschied vom Festspielhaus Füssen - Letzte Spielzeit Zeppelin
Das Musical Zeppelin von Ralph Siegel – Buch Hans Dieter Schreeb – ist ein fesselndes Meisterwerk aus Liebe, Leidenschaft, Tragik und großartiger Musik. Das Stück erzählt die packende Geschichte von Ferdinand Graf Zeppelin, dem Pionier der Luftschifffahrt. Mit beeindruckenden Kompositionen und eindrucksvollen Bühnenbildern wird die Vision und der unermüdliche Einsatz dieses außergewöhnlichen Mannes zum Leben erweckt.
Seit sechs Jahren wird dieses pure Musicalvergnügen Jahr für Jahr im Festspielhaus Neuschwanstein Füssen geboten. Nun steht die letzte Spielzeit vor der Tür: 26 Termine vom 22. Oktober bis zum 15. November 2026.
Presse und Publikum waren sich in allen Jahren einig: Gigantischer geht es nicht!
Auch in der Spielzeit 2026 wartet ein erstklassiges Ensemble aus bekannten Gesichtern der Uraufführung und neuen Darstellern auf das Publikum.
Regie führt auch in diesem Jahr Benjamin Sahler. Die Choreografie verantwortet Stefanie Gröning, während das Dirigat bei Dr. Konstantinos Kalogeropoulos und Sandra Linder liegt.
Hier noch einmal die Kritik Bayerischer Rudfunk, Kultur, zur Premiere: "Doch das war das Wunder an dieser Uraufführung im Füssener Festspielhaus: Es war keine Minute langweilig. Ralph Siegel und sein Autor Hans Dieter Schreeb erzählten so viele Geschichten durch- und übereinander, dass Aufmerksamkeit gefragt war – die dann allerdings auch immer wieder belohnt wurde. […] Das war bis zum abschließenden Gefühlssturm über New Jersey berührend, fesselnd und keineswegs seicht."
Fünfte Spielzeit Zeppelin
Zeppelin – in seiner fünften Spielzeit
Vom 16. Oktober bis zum 16 November 2025 spielt das Festspielhaus Füssen das Musical 'Zeppelin‘ von Ralph Siegel und Hans Dieter Schreeb – insgesamt fünfundzwanzig Vorstellungen! Und dies in seiner 5. Spielzeit!
Der Kartenvorkauf ist im Gange.
›Der Opernfreund‹, Deutschland ältestes privates Opernmagazin, brachte 2024 diese Besprechung:
Zeppelin – Das Musical, Ralph Siegel
Im Jahr 2021 feierte das Musical Zeppelin seine Weltpremiere im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie musste die Premiere damals zweimal verschoben werden, doch nach vielen Jahren der Vorbereitung fand das Musical endlich seinen Weg auf die große Musicalbühne.
Mittlerweile zählt ›Zeppelin – Das Musical‹ mit mehreren zehntausend Besucherinnen und Besuchern zu den erfolgreichsten Inszenierungen in Füssen und war zwischenzeitlich auch am Deutschen Theater in München zu sehen. In Füssen wird recht offensiv damit geworben, dass es sich um ein wahrhaft ›gigantisches‹ Werk handelt. Verbunden mit dem Slogan ›Mehr Musical geht nicht‹. Man ist fast geneigt anzunehmen, dass die Werbeabteilung zu viel verspricht. Doch weit gefehlt, der Abend überzeugt tatsächlich durch eine stimmige Geschichte, wunderbare Musik, eine gelungene Besetzung und ein wirklich beeindruckendes Bühnenbild.
Ralph Siegel ist es gelungen, für ›Zeppelin – Das Musical‹ ganz hervorragende und vor allem sehr passende Songs zu schreiben, die wunderbar zu den jeweiligen Situationen passen. Von der großen Shownummer bis zum intimen Duett ist alles an der richtigen Stelle vertreten. Zu Beginn des Abends dominieren vor allem die großen Ensemblenummern wie ›Die Zeit der Seidenfärber‹, ›Die Hindenburg‹ oder ›Wir fahren nach Amerika‹, die alle schnell ins Ohr gehen. Aber auch die Duette oder Solonummern wissen zu gefallen. Besonders zu erwähnen ist hier das berührende ›Ich hab gelebt‹. Allgemein kann die gesamte Besetzung überzeugen, die weniger starbesetzt, dafür aber in den Rollen überzeugend daher kommt. ...
Premiere auf Burg Falkenstein
Markt und Burg Falkenstein im Bayerischen Wald sind weit über die Grenzen ihres Landkreises Cham für ihre unterhaltsamen ›Burghofspiele‹ bekannt. Seit 1976 werden hier Theaterstücke unter freiem Himmel aufgeführt. Das Publikum ist dabei den Schauspielern sehr nahe; der romantische Burghof Falkenstein ist überschaubar. Umso größer die Stoffe, die geboten werden: ›Der Glöckner von Notre Dame‹, ›Der Revisor‹, ›Robin Hood‹, ›Der zerbrochene Krug‹, ›Romeo und Julia‹, zuletzt ›Macbeth‹.
Nun am 21. Juni 2025 eine Premiere: ›Münchhausen‹, eine Komödie von Hans Dieter Schreeb.
Das Stück erzählt, wie der Untertitel sagt, »die Abenteuer und Lügengeschichten des Baron Münchhausen, gespickt mit Geständnissen amouröser Natur«. Hauptfigur ist der historische Baron Münchhausen – ein Mann mit Mut, Witz und Phantasie. Und ein Liebling der Frauen. Sie, die Frauen, machen sein Leben bunt und extravagant und abenteuerlich.
Und selbstverständlich seine berühmten Geschichten. Leider profitiert nicht Münchhausen davon; Nutznießer sind zwei konkurrierende Dichter. Die Komödie ›Münchhausen‹ spielt mit Klischees der Literatur und der Literaturgeschichte, vor allem aber mit sehr realen komischen Figuren.
Regisseurin des Stücks ist Melody Bayer, geboren in Eastbourne, Vereinigtes Königreich, und sehr vielsprachig. Sie ist gelernte Schauspielerin, Sängerin und eben Regisseurin.
Premiere:
21. Juni 2025, 20.30 Uhr.
Duell zu dritt
Fernseh-Klassiker von HG Thiemt und Hans Dieter Schreeb nun bei PIDAXFilm
Im August 2024 brachte PIDAXFilm die komplette 13-teilige Gaunerserie ›Duell zu dritt‹ auf DVD heraus, eine ZDF-Produktion von 1970 – heute ein Klassiker.
Inhalt: Venedig im Jahr 1924. Im Hotel Bristol am Lido treffen drei Menschen aufeinander, die gemeinsam heitere, merkwürdige und spannende Abenteuer erleben. Es handelt sich dabei um den Hoteldirektor Baker und den Londoner Polizisten Hoover, die früher beide Gangster waren. Die Schriftstellerin Liz Bentley ist die Dritte im Bunde. Gemeinsam begehen sie neue Gaunereien. Zwischen den dreien entflammt –quasi nebenbei – ein kompliziertes Liebesdreieck, da beide Männer der hübschen Liz Avancen machen und diese im Gegenzug gleichermaßen mit beiden flirtet ...
Diese charmante Gaunerkomödie stammt aus der Feder des Erfolgsduos Thiemt/Schreeb. Die Autoren waren gemeinsam mit Regisseur Hermann Leitner für einige beliebte Vorabendserien verantwortlich, vor allem für ›Der Kurier der Kaiserin‹, zu ihrer Zeit ein Renner.
Duell zu dritt
Fernseh-Klassiker ›Duell zu dritt‹ von HG Thiemt und Hans Dieter Schreeb nun bei PIDAXFilm
Im August 2024 brachte PIDAXFilm die komplette 13-teilige Gaunerserie ›Duell zu dritt‹ auf DVD heraus, eine ZDF-Produktion von 1970 – heute ein Klassiker.
Mehr dazu auf dieser Website. Sehen Sie bitte nach unter Medien: Fernsehen.
Podcast "Berlinerinnen"
›Kohlhiesels Töchter‹ auf Burg Brattenstein
Die ›Frankenfestspiele Röttingen‹ spielen im Juni, Juli und August 2024 das amüsante Musical ›Kohlhiesels Töchter‹ – Buch Hans Dieter Schreeb, Musik Shay Cohen, Songtexte Michael Chadim.
Röttingen (35 Kilometer von Würzburg entfernt) bietet seit 1984 Theater unter freiem Himmel – im Hof der acht Jahrhunderte alten Burg Brattenstein. Engagiert werden professionelle Künstler, Schauspieler und Sänger.
Die Bühne zum Stück: »Kohlhiesels Töchter nach dem Schwank von Hans Kräly nimmt Elemente des gleichnamigen Stummfilms von Ernst Lubitsch aus dem Jahr 1920 auf. Und dieser Filmspaß greift seinerseits auf Shakespeares Lustspiel ›Der Widerspenstigen Zähmung‹ zurück. Kern des Geschehens: Die jüngere, liebenswürdige Tochter Gretl darf erst heiraten, wenn die ältere, raubeinige Liesl unter der Haube ist. ... Die Musical-Adaption des berühmten Bauernschwanks garantiert mit herrlicher Musik einen begeisternden, kurzweiligen Theaterabend.«
Die beiden Tageszeitungen Fränkische Nachrichten aus Tauberbischofsheim und die in Würzburg erscheinende Main Post brachten nach der Premiere sehr anerkennende Kritiken.
Die Fränkischen Nachrichten loben schon in der Überschrift: »Ensemble brilliert beim Bauernschwank ›Kohlhiesels Töchter‹ mit komödiantischen Höchstleistungen«. Die Zeitung nennt das Stück ein »Spritziges Musical mit Live-Musik«.
Der Titel der Besprechung der Main Post lautet: ›Kohlhiesels wunderbar schräge Töchter‹ und der Text wird eingeleitet mit den Worten: »Zieht die Bezeichnung Musical? Oder Schwank mit Musik? Oder allein schon die Erinnerung an erfolgreiche Filme, die ihrerseits auf das Lustspiel ›Der Widerspenstigen Zähmung‹ von William Shakespeare zurückgreifen? Fakt ist: ›Kohlhiesels Töchter – Das Musical‹ nach Elementen aus dem Lustspiel von Hans Kräly und dem Stummfilm von Ernst Lubitsch, nun ergänzt mit Musik von Shay Cohen, bescherte den Frankenfestspielen in Röttingen am Premierenabend ein ›volles Haus‹ respektive einen vollen Burghof. Unter freiem Himmel kredenzten das siebenköpfige Schauspielerteam und die 17 Mitglieder des Extra-Ensembles – eine Besonderheit der Frankenfestspiele – dem Publikum leichtes Sommertheater … Klar, dass es bei dieser schrägen Mischung aus Klamotte, Gesang und Tanz in der Inszenierung von Dietmar Horcicka nicht auf sorgfältige psychologische Motivierung ankam, sondern auf wirkungsvolle Situationskomik, teils drastischen Wortwitz, auf Zotiges, schnelle Wechsel, turbulente Szenen … Das Lustspiel zeigte, dass es diese Bezeichnung verdient.«
Ein Lustspiel, das seinen Namen verdient
Die beiden Tageszeitungen Fränkische Nachrichten aus Tauberbischofsheim und die in Würzburg erscheinende Main Post brachten nach der Premiere des Musicals »Kohlhiesels Töchter« bei den Burgfestsielen Röttingen (Textbuch Hans Dieter Schreeb) sehr anerkennende Kritiken.
Die Fränkischen Nachrichten loben schon in der Überschrift: »Ensemble brilliert beim Bauernschwank ›Kohlhiesels Töchter‹ mit komödiantischen Höchstleistungen«. Die Zeitung nennt das Stück ein »Spritziges Musical mit Live-Musik«.
Der Titel der Besprechung der Main Post lautet: ›Kohlhiesels wunderbar schräge Töchter‹ und der Text wird eingeleitet mit den Worten: »Zieht die Bezeichnung Musical? Oder Schwank mit Musik? Oder allein schon die Erinnerung an erfolgreiche Filme, die ihrerseits auf das Lustspiel ›Der Widerspenstigen Zähmung‹ von William Shakespeare zurückgreifen? Fakt ist: ›Kohlhiesels Töchter – Das Musical‹ nach Elementen aus dem Lustspiel von Hans Kräly und dem Stummfilm von Ernst Lubitsch, nun ergänzt mit Musik von Shay Cohen, bescherte den Frankenfestspielen in Röttingen am Premierenabend ein ›volles Haus‹ respektive einen vollen Burghof. Unter freiem Himmel kredenzten das siebenköpfige Schauspielerteam und die 17 Mitglieder des Extra-Ensembles – eine Besonderheit der Frankenfestspiele – dem Publikum leichtes Sommertheater … Klar, dass es bei dieser schrägen Mischung aus Klamotte, Gesang und Tanz in der Inszenierung von Dietmar Horcicka nicht auf sorgfältige psychologische Motivierung ankam, sondern auf wirkungsvolle Situationskomik, teils drastischen Wortwitz, auf Zotiges, schnelle Wechsel, turbulente Szenen … Das Lustspiel zeigte, dass es diese Bezeichnung verdient.«
Mordmaschine Eichberg
im Jahr 2006 veröffentlichte das Wiesbadener Tagblatt eine zehnteilige Serie seines Autors Hans Dieter Schreeb über die Geschichte der ›Heil- und Pflegeanstalt Eichberg‹. Diese Psychiatrie in schönster Lage – hoch über Eltville und dem Rhein, in vorbildlicher Weise erbaut - ist heute unter dem Namen ›Vitos Rheingau‹ eine Einrichtung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen. Im Kern geht sie auf eine 1815 im ehemaligen Kloster Eberbach eröffnete ›Irrenanstalt‹ mit schönsten Reformideen zurück. Um die Jahrhundertwende von 1900 wurde die Einrichtung von der Ärzteschaft als ›Zierde der deutschen Irrenhäuser‹ betrachtet. Im Dritten Reich wurden auf dem Eichberg dann – geschätzt – 2 500 Menschen ermordet, davon 600 Kinder. Da die Tagblatt-Serie in wissenschaftlichen Arbeiten immer wieder erwähnt wird, hier Auszüge daraus:
Die Zeit der Weimarer Republik war wie vom Fieber geschüttelt. Die Eliten hatten das Gefühl, innen- und außenpolitisch bedroht zu sein und dieses Gefühl steigerte sich bis zum Wahn.
Für die ›Wahnsinnigen‹ mit Stempel war es eine harte Epoche.
Während der gesamten Zwanziger Jahre wurden ideologische Debatten über ›Minderwertige‹ geführt. So bitter die Wahrheit auch ist: In diesen Jahren wurden die Grundlagen für das ›sozialrassistische Gedankengut‹ der Nazis gelegt und durchaus nicht nur von den Rechtesten der Rechten. Mit der Sterilisation behinderter Frauen und den Massenmorden an psychiatrischen Patienten, tarnend ›Euthanasie‹ genannt, vollzogen die SS-Ärzte nachher genau das, was damals diskutiert und verlangt wurde.
1920 erschien eine Broschüre mit dem Titel ›Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens‹, die der Frage nachging, ob ›lebensunwertes Leben‹ – worunter zunächst ›einwilligungsunfähige‹ Patienten verstanden wurden – von staatlicher Seite aus ›beendet‹ werden dürfe.
Die beiden Verfasser, der angesehene Juraprofessor Karl Binding und der nicht minder renommierte Psychiater Alfred Hoche, waren keine Nationalsozialisten und hatten auch keine rassistischen Motive. Ihnen ging es um die schwierige Frage nach der Legitimität von lebensverkürzenden Maßnahmen, um die betroffenen Menschen ›vom Leid zu erlösen‹.
Erstmals wurden jedoch in dieser Schrift gegenüber unproduktiven Menschen die menschenverachtenden Vokabeln benutzt, die nachher den Eichberger Anstaltsärzten wie selbstverständlich von den Lippen gingen: ›Viertelsmenschen‹, ›Ballastexistenzen‹, ›leere Menschenhülsen‹.
Brünn und seine ›Theaterschule‹
Die Premiere des Musicals ›Heidi‹ (Musik und Songs Michael Schanze, Textbuch Hans Dieter Schreeb) im bemerkenswerten Stadttheater Brünn (Městské divadlo Brno) wurde zum erwarteten Erfolg – schließlich hatten die Zuschauer schon bei den Voraufführungen abwechselnd gelacht, geweint und geklatscht. Bei der Premiere dann Standing Ovations, auch für den Autor Hans Dieter Schreeb – auf Tschechisch: Hanse Dietera Schreeba.
Die Presse hob in ihren Besprechungen vor allem die Tatsache hervor, dass die Kinderrollen von Kindern gespielt wurden – Heidi, Klara und der Geißen-Peter entsprachen dem Alter, den die Ur-Autorin Johanna Spyri den Kindern zugedacht hatte. Da zahlreiche Vorstellungen geplant sind – bis Mai sind alle ›Heidi‹-Aufführungen bereits ausgebucht –, sind alle Rollen gleich dreifach und jeweils glänzend besetzt. Das ist möglich, weil das Brünner Theater eine eigene ›Theaterschule‹ unterhält und entsprechend aus dem Vollen schöpfen kann.
Der Junge, der Angst hatte, erschossen zu werden
Hätte ich doch nur ein besseres Gedächtnis! Wäre dem so, könnte ich Memoiren schreiben; ich bin jetzt Mitte achtzig, also im richtigen Alter dazu.
Wie nützlich wäre es, hätte ich je Tagebuch geführt. Oder ich hätte Kalender aufgehoben mit Eintragungen wie: ›Heute mit G. in Kurpark; Rudern auf dem Kurhausweiher‹.
Habe ich aber alles nicht, deshalb bleiben die Memoiren ungeschrieben.
Nun, für einen Artikel reicht’s. Die allerwichtigsten Vorkommnisse haben sich mir eingeprägt, und es gibt eh‘ nur noch wenige Menschen, die mir widersprechen können. Außerdem: Schließlich kommt es bei solchen Erinnerungen auf den Geist der Zeit an, auf das, was gedacht, geredet und verschwiegen wurde, nicht auf die Stellen hinterm Komma.
Also, dann einige Erinnerungen an meine Kinder- und Jugendjahre, die Jahre von 1938 bis 1960.
Erst mal Fakten, deren ich mir sicher bin: Ich bin am 23. Juli 1938 geboren worden, in unserem Haus auf der Adolfshöhe, einem besonderen Viertel zwischen Wiesbaden und Biebrich mit Blick auf den Rhein; um die Jahrhundertwende von 1900 als ›Villencolonie‹ hochgezogen. Vor dem Krieg (damit ist immer der 2. Weltkrieg gemeint) waren Hausgeburten noch üblich.
Meine Mutter hat mir oft erzählt, dass bei meiner Geburt um drei Uhr mittags in ihrer Heimatstadt Paderborn die Glocken läuteten. Zufällig begann dort gerade das Liborifest, das höchste Fest der Paderborner.
Ist doch eigentlich ein recht poetischer Anfang.
Oder?
Am besten erinnere ich mich an meine Mutter und meine Großmutter, die beiden wichtigsten Menschen meiner jungen Jahre. Ich sehe immer noch, wie sich bei meiner Mutter alle Haare auf dem Unterarm aufrichteten, wenn meine Großmutter sie berührte.
Das zu den Gefühlen untereinander.
Meine Großmutter habe ich zur Heldin zweier Romane gemacht, ›Hotel Petersburger Hof‹ und ›Gute Jahre‹. Ich werde versuchen, einiges zu beschreiben, was ich noch nicht in den Büchern oder bei Lesungen geboten habe. In keinem Fall komme ich aber darum herum, ihre sehr besondere Art und ihr übergroßes Selbstbewusstsein zu schildern.
Meine Zukunft
Am 15. Dezember 2010 veröffentlichte des Wiesbadener Tagblatt unter dem Titel ›Meine Zukunft‹ folgende Kolumne seines ständigen Mitarbeiters Hans Dieter Schreeb:
Meine Zukunft
Ich bin 72, mit kräftigen – teils westfälischen – Wurzeln; zwanzig Jahre Zukunft kann ich also mit Fug und Recht noch erwarten. Vorausgesetzt, ich kann die ständig steigenden Kosten von ›Apparate-Medizin‹ und überhaupt von Medizin aufbringen.
Das ZDF zeigte vor einiger Zeit eine ›Doku-Fiction‹ (teils erfundene Handlung, teils Tatsachen-Beschreibung), die just die zwanzig Jahre ins Visier nahm, über die ich mir hier Gedanken mache. Da wurden schlimme Zeiten vorausgesehen: Verarmte Rentner taten sich zusammen und überfielen Apotheken, um an Pillen und Tinkturen zu kommen. Da ich mir die Aufmärsche der Achtundsechziger Revolution seinerzeit vom Fenster des Berliner Cafés Kranzler aus angesehen habe, statt mit gerechter Empörung und erhobener Faust auf dem Kurfürstendamm mitzulaufen, werde ich wohl auch diesmal nicht dabei sein. Nun, auch solche Fälle von Versagen und Verblühen hatte das ZDF im Blick. Für verarmte Rentner ohne Elan waren Massenlager vorgesehen; mehr und mehr Senioren begingen Selbstmord oder vegetierten in Sterbekliniken ihrem Ende entgegen. Das ZDF ist nicht die einzige Institution, die Schlimmstes für die Zukunft befürchtet. Viele hochangesehene ›Think Tanks‹ verbreiten Voraussagen und was sie prophezeien, lässt einem denken: Na, hoffentlich muss ich das alles nicht mehr erleben! Kein Wasser zum Trinken und keine Luft mehr zum Atmen; die Autos nicht ›altengerecht‹ und von Benzin wollen wir erst gar nicht reden. Im besten Fall wird ein bisschen Solarstrom zugeteilt, damit man mit seinem Mini-E-Mobil wenigstens zum nächsten Einkaufcenter gelangen kann. Mecklenburg-Vorpommern ist dann endgültig verödet; da heulen nur noch die Wölfe. Jeder Einzelne wird mittels eingepflanzter Chips, Satelliten, versteckter Kameras und raffinierter Abhöranlagen permanent überwacht und gelenkt. Das Bargeld ist abgeschafft. Es wird nur noch mittels Kreditkarten bezahlt. Somit wird jede Ausgabe überwacht und jeder Schritt gelenkt. Nach den Studien bietet eine Stadt wie Berlin noch die größte Chance für ein menschengerechtes Dasein: Groß genug, dass man der Polizei und ihren willigen Helfern etwas aus dem Weg gehen kann und klein genug, damit man nicht im ›Häusermeer‹ untergeht.
Meine nichtgehaltene Rede zum Achtzigsten
Mein Leben lang wollte ich schreiben und mein Leben lang habe ich geschrieben.
Ich erinnere mich, der erste Mensch, der das erkannte (das Schreiben wollen) war ein zu seiner Zeit recht bekannter Autor namens Heinz Becker-Trier. Er wohnte über Monate im Haus meiner Mutter (›Pension Elisabeth‹) auf der Rheinhöhe zwischen Wiesbaden und Biebrich, eigentlich schon Biebrich. Wir unterhielten uns über dies und das und eines Tages schenkte er mir ein Exemplar seines Romans ›Der Mann, der in den Himmel sah‹, der 1947 oder 1948 erschienen war. An den Inhalt erinnere ich mich nur vage, aber sehr genau an die Widmung: »Meinem zukünftigen Kollegen«. Ich war da vielleicht dreizehn oder vierzehn und hatte außer für die Schülerzeitung noch nichts geschrieben.
Dies aber immerhin!
Ich wurde durch Vermittlung meiner Großmutter Volontär und danach sehr junger Lokalredakteur der damals noch selbstständigen rheinhessischen ›Ingelheimer Zeitung‹, der ich bis zu ihrem Ende treu blieb. Sie wurde dann eine Lokalausgabe der ›Allgemeinen Zeitung‹, Mainz, und wahrscheinlich wäre ich ihr ebenfalls treu geblieben, hätte ich nicht kurz nach meiner Anstellung dort einen Brief vom Südwestfunk, Baden-Baden, erhalten, in dem der damalige Finanzdirektor mir schrieb, er habe von meiner Großmutter gehört, ich wolle gern zum Südwestfunk wechseln und wenn dem so sei, möge ich ihm das mitteilen. Ich wollte, fuhr nach Baden-Baden und war nach einem etwa einstündigen Gespräch engagiert, als ›Programmredakteur‹ des gerade entstehenden SWF-Werbefernsehens. Das war insofern das Richtige für mich, da ich damals und auch danach das Kino für die lebendigste aller Künste betrachtete und das noch immer tue. Noch immer gehen mir lebende Bilder über alles …
Als ich wegen meiner neuen Aufgabe bei der Allgemeinen Zeitung kündigte, wurde ich von Erich Dombrowski, dem Herausgeber der AZ, einbestellt. Ich erwartete eine Strafpredigt wegen erwiesener Undankbarkeit, schließlich wurde auch damals nicht jeder, der wollte, eingestellt. Aber Herr Dombrowski wollte mich nur mal kennenlernen, mir alles Gute wünschen und zum Abschluss unseres Gesprächs sagte er mir voraus: »Sie werden ein großer Journalist«. Ich habe diesen Satz immer als Orden betrachtet, schließlich war Erich Dombrowski schon in den Zwanziger und dreißiger Jahren Chefredakteur sagenumwehter Berliner Zeitungen und 1949 einer der Gründer und danach Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
›Heidi‹ in Brünn und auf Tschechisch
Am 20. Januar 2024 hat das Musical ›Heidi‹ von Hans Dieter Schreeb (Buch) und Michael Schanze (Musik & Liedtexte) im Brünner Stadttheater (tschechisch: Městské divadlo Brno) Premiere – zum ersten Mal sind Songs und Texte auf Tschechisch zu hören.
Bei dem Theater Brünn handelt es sich um ein renommiertes Repertoiretheater, das auf Schauspiel und Musical spezialisiert ist. Regie der Brünner Aufführung führt Jan Moša, von Haus aus Dramatiker und seit 1992 Direktor der Bühne.
Heidi, das Musical, basiert auf dem weltberühmten Roman von Johanna Spyri und wurde 2018 im Wiener Museumsquartier mit großem Erfolg (welt)uraufgeführt und 2020 im Museumsquartier wieder aufgenommen.
Die Reaktionen der tschechischen Presse zur ›Heidi‹-Premiere lesen Sie auf der Seite Aktuelles.
Auch 2024 ZEPPELIN, DAS MUSICAL in Füssen
Auch 2024 spielt das Festspielhaus Füssen das spektakuläre Musical ›Zeppelin‹ – in der vierten Spielzeit. Aufführungen in den Monaten Mai und Juni.
Musik und Songs Ralph Siegel; Textbuch Hans Dieter Schreeb.
"Mehr Musical geht nicht!", schrieb die Presse zur Uraufführung.
Spektakulär ist sogar das Haus selbst - direkt am See auf einer eigens dafür angelegten künstlichen Halbinsel, traumhaft der romantische Barockgarten, gewaltig die Dimensionen des Theaters und alles mit einzigartigem Ausblick auf See und Schloss Neuschwanstein!
(Um das Festspielhaus Füssen in voller Schönheit zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild in diesem Text.)
Der Posse nächster Teil
Die Posse um die Bezeichnung des Kreuzberger Weins geht weiter. Der Wiesbadener Kurier brachte am Samstag, 18. Juli 2023, einen Bericht von Hans Dieter Schreeb zum Thema: ‚Weinungsfreiheit‘ - der endlosen Geschichte nächster Teil
Der weiße Kreuz-Neroberger und der rote Kreuz-Ingelheimer (angebaut am Berliner Kreuzberg) haben wieder mal einen neuen Namen erhalten: Nach Versuchen mit ‚01001011‘ und ‚Namenlos‘ hat sich die Bezirksverordnetenversammlung, das Lokalparlament von Friedrichshain-Kreuzberg, für die umständliche Bezeichnung ‚Weinungsfreiheit‘ entschieden – bei sehr vielen Enthaltungen. Begeistert ist niemand, vor allem nicht die Partnerschaftsvereine Kreuzberg, Wiesbaden und Ingelheim, die sich jahrzehntelang um den Wein und seine Pflege verdient gemacht haben und sich nun bei der Namensfindung ausgeschlossen fühlten. Den Grundstein für den Kreuzberger Wein legte 1968 die Stadt Wiesbaden, die Kreuzberg fünf Rebstöcke des Neroberg-Rieslings schenkte. Später kamen weitere Rebstöcke dazu, so dass heute am Kreuzberg rund 300 Rebstöcke kultiviert werden.
Und warum der ganze Ärger um rund dreihundert Flaschen pro Jahr, die obendrein verschenkt werden? Der Bezirk sagt: „Weinrechtlich dürfen wir nicht angeben, woher die Trauben stammen, die zu diesem köstlichen Tropfen führen.“
Gedächtnis der Nation - umgezogen
Vor einigen Jahren interviewte ein ›Zeitzeugenportal‹ namens ›Gedächtnis der Nation‹, an dem unter anderem das ZDF beteiligt war, Hans Dieter Schreeb vor dem Schöneberger Rathaus. Just unter dem Balkon, auf dem John F. Kennedy seine vier berühmten Worte »Ich bin ein Berliner« gesprochen hatte. Diese Videoclips sind nun umgezogen, zum ›Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland‹ in Bonn. Sie werden aber weiterhin im Internet präsentiert – auf der Website www.zeitzeugen-portal.de
Wunderland, weltweit
»Wunderland - Die Amerikaner in Wiesbaden«, herausgegeben von Helmut Müller und mit Texten von Hans Dieter Schreeb, beschreibt das Zusammenleben der amerikanischen Besatzer und der (von den Preußen) befreiten Wiesbadener nach 1945. Dieses Buch befindet sich im Katalog der Stanford University, mithin in der Bibliothek einer der angesehensten Universitäten der Welt.
Die ersten Sätze aus dem Text von Hans Dieter Schreeb: »Wer kennt sie nicht, die zerkratzten Wochenschau-Bilder vom Kriegsende? In New York Konfetti-Parade, in London jubeln die Menschen Churchill zu, in Paris wird auf den Straßen getanzt. In Deutschland hat niemand auf der Straße getanzt, hat niemand irgendjemandem zugejubelt; im besten Fall sind sich Befreite und Gerettete in die Arme gefallen. Die große Mehrheit der Deutschen, Nazis wie Nicht-Nazis, empfand das Kriegsende als Niederlage, als Zusammenbruch, als neues Versailles, hatte Angst vor dem Kommenden.
Die Stunde Null, die später mit so viel Bedeutung aufgefüllt wurde, wurde in einer Stimmung erlebt, die gemischt war aus Resignation und Noch-mal-Glück-gehabt. Man schoss nicht mehr und wurde nicht mehr beschossen; es war Schluss mit Fliegeralarm und Zittern im Luftschutzkeller, mehr war nicht. Das war nach sechs Jahren Krieg nicht wenig, aber es war unendlich viel weniger, als später hinzugedichtet wurde.« (Societäts-Verlag, Frankfurt, gebundene Ausgabe, September 2013)