Fernsehen

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Jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Hans Georg Thiemt sowohl bei Drehbüchern von Fernsehspielen und Fernsehserien. In dieser Zusammenarbeit entstanden viele populäre Fernsehspiele und Fernsehserien für ARD und ZDF, insgesamt mehrere hundert Folgen.

Bekannte TV-Serien unter anderem: »Der Kurier der Kaiserin« (Heitere Abenteuer mit Klausjürgen Wussow), »Drei Frauen im Haus« und »Vier Frauen im Haus« (Familienserien mit Heinz Engelmann und Magda Schneider), »Der Herr Kottnick« (Familienserie mit Walter Sedlmayer), »Stadt ohne Sheriff« (Heitere Westerngeschichten), »Patienten« (Heitere Krankenhausgeschichten), »Johannes« (Familienserie), »Gesucht wird...« (Kriminal­geschichten), »Ich, Christian Hahn« (Familienserie), »Die Männer von Werk B« (Kriminalgeschichten), »Moselbrück« (Familienserie mit Liane Hielscher).

Fernsehspiele unter anderem: »Reise nach Schlangenbad« (Kriminalgeschichte), »Geldsorgen« (Krimikomödie), »Wir werden Vater« (Volksstück).

Mehrere Folgen »Tatort«

Duell zu dritt

Fernseh-Klassiker von HG Thiemt und Hans Dieter Schreeb nun bei PIDAXFilm

Im August 2024 brachte PIDAXFilm die komplette 13-teilige Gaunerserie ›Duell zu dritt‹ auf DVD heraus, eine ZDF-Produktion von 1970 – heute ein Klassiker. 

Inhalt: Venedig im Jahr 1924. Im Hotel Bristol am Lido treffen drei Menschen aufeinander, die gemeinsam heitere, merkwürdige und spannende Abenteuer erleben. Es handelt sich dabei um den Hoteldirektor Baker und den Londoner Polizisten Hoover, die früher beide Gangster waren. Die Schriftstellerin Liz Bentley ist die Dritte im Bunde. Gemeinsam begehen sie neue Gaunereien. Zwischen den dreien entflammt –quasi nebenbei – ein kompliziertes Liebesdreieck, da beide Männer der hübschen Liz Avancen machen und diese im Gegenzug gleichermaßen mit beiden flirtet ...

Diese charmante Gaunerkomödie stammt aus der Feder des Erfolgsduos Thiemt/Schreeb. Die Autoren waren gemeinsam mit Regisseur Hermann Leitner für einige beliebte Vorabendserien verantwortlich, vor allem für ›Der Kurier der Kaiserin‹, zu ihrer Zeit ein Renner. 

Tatort - Tote reisen nicht umsonst

Seit Januar 2010 zu haben: Tatort ›Tote reisen nicht umsonst‹
von Hans Georg Thiemt und Hans Dieter Schreeb

Vor dreißig Jahren, am 21. September 1980, wurde zum ersten Mal der Tatort ›Tote reisen nicht umsonst‹ des Autorengespanns Thiemt und Schreeb ausgestrahlt. Er wurde zum Klassiker. Bislang wurde er sechs Mal gesendet, allein zweimal im ARD-Programm.
Inhalt: Manfred Ottmann ist Geschäftsführer der kleinen, florierenden Wohnmobilfirma in Saarbrücken. Die Firma gehört seiner Frau, was sie ihn bei jeder Gelegenheit spüren lässt. Dafür rächt er sich. In einer französischen Kleinstadt kurz hinter der Grenze hält er eine Freundin aus. Er besucht sie regelmäßig, wenn er Wohnmobile nach Südfrankreich überführt. Die Amoure bringt Ottmann in finanzielle Schwierigkeiten, die er mit dem Griff in die Firmenkasse löst. Seine Frau kommt dahinter und sperrt ihm den Zugang zu den Firmengeldern.
Mit Hilfe der Geliebten entwickelt Ottmann einen Plan: Bei einem vorgetäuschten Einbruch in die eigene Wohnung will er sich das Schwarzgeld seiner Frau aneignen; Christine wird ihm ein überzeugendes Alibi verschaffen. Aus dem Einbruch wird eine Tragödie. Was Ottmann nicht ahnen kann und was den Reiz der Story ausmacht: Während er seinen Plan in die Tat umsetzt, sucht Kommissar Schäfermann ihn als Zeugen in einem anderen Fall, ist ihm Stunde um Stunde auf den Fersen ...

Kommissar Schäfermann: Manfred Heidmann; weitere Mitwirkende Dirk Galuba, Beatrice Kessler und Corny Collins. Regie: Rolf von Sydow. Reichhaltiges Bonusmaterial auf der DVD.

Leserstimme bei Amazon: »Ein interessanter Fall aus einer längst vergangenen Zeit. Wer sich für die späten 70er bzw. frühen 80er begeistert, sollte sich diese DVD nicht entgehen lassen. Meiner Meinung nach ein wesentlich besserer TATORT als manch moderne Folge.«

Eine besondere DVD – ›Tatort Box: Die 1980er Jahre‹

In einer Sonderedition ›Die 1980er Jahre‹ bietet die ARD drei ungewöhnliche ›Tatort‹-Fälle in einer Box, darunter ›Tote reisen nicht umsonst‹. Autoren: Hans Dieter Schreeb und Hans-Georg Thiemt.
Werbetext der ARD: »In den 1980er Jahren bringen neue Ermittler und Ideen frischen Wind in den Tatort. Die spannendsten Fälle des Jahrzehnts bestreiten Horst Schäfermann in Saarbrücken, der Hamburger Ermittler Stoever sowie Horst Schimanski in Duisburg.«
Hans Dieter Schreeb dazu: »Die Auswahl macht stolz! Traurig, dass mein Partner Hans-Georg Thiemt es nicht mehr erlebt hat.«
Zu den drei Tatort-Fällen gibt es auf der DVD exklusives Bonus-Material. Unter anderem:

Tatort-Drehbericht: "Tote reisen nicht umsonst"
Wir über uns: Tatort - Von der Schwierigkeit, Millionen zufrieden zu stellen
Die legendären Tatort-Kommissare (41 min)
Einblick: Tatort muss nicht Drehort sein - wo Tatort-Krimis wirklich entstehen

Stadt ohne Sheriff

Heitere Westerngeschichten, sechsundzwanzig Folgen, ZDF

Lange Zeit war ›Blue River Town‹ auf keiner Karte zu finden. Und als es endlich auf den Landkarten auftauchte, war die Stadt schon tot, von ihren Bürgern aufgegeben. Nur noch Mauern, durch die der Wind strich. Wenn das Gold zu Ende ging, zog man weiter. Das war die alte Geschichte im Westen.

Doch in der Blüte ihres kurzen Lebens, so um 1880 herum, gab es keinen Menschen in Montana, Nevada und den angrenzenden Landstrichen, der nicht schon von der Goldgräberstadt am Blue River gehört hatte.

Und von Tex Ritter, dem Kassierer der einzigen Bank in der Stadt. Er war berühmt für seinen hellen Kopf, seine harten Fäuste und sein Fahrrad. Soweit man wusste, war er der einzige Mann im Westen, der sich konsequent weigerte, in einen Pferdesattel zu steigen. Lieber strampelte er Meilen um Meilen auf dem Rad herunter, als dass er sich auf ein Pferd einließ. Viele vermuteten dahinter ein großes Geheimnis - beim eintönigen, hautaufschürfenden Goldwaschen hatte man viel Zeit, darüber nachzudenken -, aber es steckte nichts anderes dahinter als eine ungewöhnliche Abneigung gegen Pferde.

Inszeniert von Rolf von Sydow.

›Fernsehbücher‹ zur Serie bei Julius Breitschopf KG, Wien, München, Zürich

Leseprobe:

»Aha, Gold«, sagte der Indianer nachdenklich. »Dann sollst du hören, weißer Mann, was ich zu sagen habe!«

Er hob seine Stimme und sprach nun etwas lauter, damit den entfernter sitzenden Männern nichts entging - wie ein geübter Schauspieler, der auch für die letzte Reihe spielt. Es stellte sich heraus, dass er der Häuptling der Apallas war, eines tapferen, kriegerischen und gut bewaffneten Stammes, wie er ausführte. Die Bürger kannten die Apallas zwar nicht, aber das hatte nicht viel zu sagen. Sie kannten die anderen großen Stämme wie die Apachen und Navajos auch nur aus Romanen mit aufregenden Handlungen und bunten Umschlagbildern, fünf Stück für einen halben Dollar.

Peggie wollte die Atmosphäre etwas auflockern. »Wollen die Gentlemen einen trinken?«

Der Häuptling wehrte streng ab: »Kein Feuerwasser, Squaw, wir sprechen!«

Dann kam er zum Kern der Sache: »Weißer Mann, wem gehört die Stadt?«

Tex wusste nicht recht, was er auf diese Frage antworten sollte. »Ja, wem gehört sie? Den Bürgern doch!«

Peggie bekräftigte seine Worte: »War eine schöne Schufterei, das alles aufzubauen. Aber davon habt ihr ja keine Ahnung, ihr roten Brüder ...«

Jetzt auf DVD ›Ich, Christian Hahn‹ im Handel!

Die komplette 13-teilige Fernseh-Serie ›Ich, Christian Hahn‹ (Autoren: Hans Dieter Schreeb und Hans-Georg Thiemt) ist nun als DVD zu haben. Und zwar in der Reihe ›Pidax-Historien-Klassiker‹.

Cover Christian HahnDer Kern der Geschichte: 1760, der Siebenjährige Krieg tobt. Doch in Grehweiler, einer Grafschaft in der Pfalz, hat man andere Sorgen. Schneidermeister Hahn und seine Lieben kämpfen wie alle kleinen Leute mit der Armut. Nur dem regierenden Rheingrafen (und der übrigen Obrigkeit) geht es gut. Dazu betrügt der verschwenderische Landesherr sein Volk, wo es nur geht. Selbstverständlich geht auch dieser Krug nur so lange zum Brunnen, bis er bricht. Und der gewitzte Christian trägt viel dazu bei, dass der Krug endlich bricht. Ich, Christian Hahn‹ ist die Geschichte eines verliebten Jungen, (s)einer Comtesse und ihres verschwendungssüchtigen Vaters, eben des Herr Grafen. Geschildert werden außerdem korrupte Hofbeamte, verlotterte Schulmeister und spitzfindige Pfarrer. Der Frankfurter Geldwechsler Rothschild spielt auch mit. Im Ganzen wird eine bunte, abenteuerliche Welt vorgeführt, voll von komischen und grotesken Ereignissen.

Und bei allem ist es eine Geschichte mit historischer Wahrheit – angeregt von Friedrich Christian Laukhard.

›Ich, Christian Hahn‹ erschien auch als SWF-Hörfunk-Serie und als Ullstein-Taschenbuch.
Mitwirkende der ungewöhnlich schön ausgestatteten Fernseh-Serie: Hans Jürgen Diedrich, Heinz Baumann, Jürgen Biesinger, Jochen Schroeder, Nikola Weisse, Moritz Schuller u. v. a.

Produktion: SWF, D / CH 1985
Laufzeit: ca. 325 Minuten.
Ab 19. März 2010 im Handel.
Preis der Kassette: 39.80 Euro

Auf DVD: ›Der Kurier der Kaiserin‹

›Der Kurier der Kaiserin‹ Die ZDF-Fernsehserie, mit der Klausjürgen Wussow seine Fernsehkarriere begann. ›Der Kurier der Kaiserin‹, 26 Folgen, geschrieben von Hans-Georg Thiemt und Hans Dieter Schreeb ist nun auf DVD zu haben. Die Firma Koch Media hat die Serie aufpoliert auf den Markt gebracht. Eigenwerbung der Firma: Koch Media Home Entertainment bietet für Cineasten und Fernseh-Fans Toptitel zum fairen Preis. Mit viel Liebe zur Ausstattung werden große Filme und beliebte Serien in bester Qualität auf DVDs verewigt. Deutsche Erstausstrahlung der Serie war der 28. September 1970, bis heute ist sie unvergessen. Immer wieder meldeten sich Interessenten beim Autor und beim Sender. (Mehr zum Thema auf der Seite Aktuelles unter: die abenteuerlichste Rolle seines Lebens – Klausjürgen Wussow als ›Der Kurier der Kaiserin‹ )

Auch ›Moselbrück‹ auf DVD

Seit 2009 ist die Fernsehserie ›Moselbrück‹ auf DVD im Handel. Hans-Georg Thiemt und Hans Dieter Schreeb haben diese überaus erfolgreiche Fernsehserie um eine Winzerfamilie an der Mosel für den Südwestfunk entworfen und die Drehbücher der ersten zehn Folgen geschrieben. Parallel zur Serie erschien im Ullstein-Verlag der Roman ›Moselbrück‹, ebenfalls ein gemeinsames Werk des Autoren-Teams Thiemt und Schreeb. Der Roman wurde von Ullstein sowohl in einer Hardcover- wie in einer Taschenbuch-Ausgabe herausgebracht; gegenwärtig ist er nicht lieferbar. Man findet ihn aber noch im Internet, am leichtesten unter www.zvab.de.

Ich, Christian Hahn

Fernseh-Serie, vierzehn Folgen, Südwestfunk

Die Geschichte eines verliebten Jungen in der wild- und rheingräflichen Grafschaft Grehweiler, einer Comtesse und ihres verschwendungssüchtigen Vaters, des Herr Grafen, und alles im Jahre 1760, als der Siebenjährige Krieg gerade vier Jahre alt ist. Geschildert werden außerdem korrupte Hofbeamte, verlotterte Schulmeister und spitzfindige Pfarrer. Der Frankfurter Geldwechsler Rothschild spielt auch mit. Es wird eine bunte, abenteuerliche Welt geschildert, voll von komischen und grotesken Ereignissen. Eine Geschichte mit historischer Wahrheit – angeregt von Friedrich Christian Laukhard.

Auch Hörfunk-Serie und Ullstein-Taschenbuch Nr. 20523

Leseprobe:

Christian Hahn stand seinem allergnädigsten Grafen das erste Mal auf dem Grehweiler Markt von 1760 Aug' in Aug' gegenüber.

Die Begegnung kam so unerwartet, dass Christian, ein Bursche von zwölf und damals Ziegelstreicher in der gräflichen Ziegelei, Mund und Nase aufsperrte, wie es ganz treffend von solchen Vorkommnissen heißt. Der Graf machte Eindruck auf den Jungen: Er war in graue Seide gekleidet, sein Gesicht weiß gepudert wie bei einem Tragöden, der Mund glänzte unnatürlich rot - das war damals die Mode, nicht eine Torheit des Grafen -, und seine Haltung drückte Herablassung aus und eine Spur von Verwunderung, dass so wenige Menschen so viel Krach zu schlagen vermochten.

Der Markt war nämlich nicht nur Handel, er war auch ein gewaltiges lärmiges Spektakel. In die Musik einer Tanzkapelle mischten sich das Gejohle der Schaulustigen, das Geschrei und die Trompeten der Anpreiser; Betrunkene grölten. Wein und Bier und Branntwein lief die Kehlen hinunter, machte die Menschen sich selbst fremd. In dieser Stimmung vergaß manch einer alle Sitten und bedrängte das Frauenzimmer, das er schon lange ins Auge gefasst hatte, oder fand sein Glück. Auch dem Christian schlug auf dem Grehweiler Markt das Herz zum erstenmal bis zum Hals.

Patienten gibt’s

Serie, dreizehn Folgen, ZDF

Merkwürdigerweise handeln die meisten Krankenhausserien nur von Ärzten und Schwestern, obwohl diese beiden Gruppen schon rein zahlenmäßig in der Minderheit sind. In dieser Serie haben zwei Patienten aus Zimmer 101 – der ehemalige Schiffskoch Brenner und der agile Lexika-Vertreter Heck die Hauptrollen. Sie agieren in einem Krankenhaus, wie es überall in Deutschland stehen könnte: mit Ärzten, die hinter dem Geld her sind, mit Schwestern, die hinter Ärzten her sind, und mit Patienten, die unbedingt ›’raus wollen‹. Sie agieren somit in teils komischen, teils nachdenklichen, aber immer in für die Autoren Thiemt und Schreeb typischen Geschichten.

Auch Ullstein-Taschenbuch Nr. 20503

Leseprobe:

Wiebel klopfte ihm mit seinen Marzipanfingern auf die Wange, erst zart, dann kräftiger.

»Herr Heck, Visite!«

Heck schlug wunschgemäß die Augen auf. Das erste, was er erblickte, war Fräulein Busse. Die brave Schildwacht saß an seinem Bett und strickte.

»Na, Fräulein Busse, lassen wir schon wieder fleißig die Nadeln tanzen?«, ärgerte er sich grundlos und ungerecht.

Ihr Gesichtsausdruck wechselte. Die demütige Zuneigung, die sie eben noch gezeigt hatte, verschwand wie ausgeknipst. Bestürzung und eine Spur Dummheit erschienen.

Sie erhob sich gekränkt und begann, ihre Wolle, den halbfertigen Pullover, die Nadeln und das Metermaß einzupacken. Sie stopfte alles in einen Rotkäppchenkorb aus geflochtener Weide, einem unpraktischen Ding. Das Wollknäuel hakte sich an einem vorwitzigen abgesplitterten Span fest. Als sie daran zerrte, rutschte ihr die Wolle aus der Hand, rollte unters Bett, wickelte sich dabei ab.

»So habe ich es doch nicht gemeint«, entschuldigte sich Heck halbherzig.

Fräulein Busse, die um das Bett herumrutschte und mit langem Arm nach der verschwundenen Wolle tastete, würdigte ihn keiner Antwort.

Brenner konnte es nicht mit ansehen: »Herr Heck, Sie verdienen gar nicht, Sie Stoffel ...«

Dr. Lauritz kam, von seinen Getreuen begleitet, forsch ins Zimmer: »Tag, meine Herren.«

»Tag, Herr Doktor.«

Moselbrück

Familienserie, Südwestfunk

Die Serie beschreibt das Leben der Winzer an der Mosel. Sie erzählt somit von Menschen, für die der Wein seit Jahrhunderten das Leben bedeutet - von Menschen, die ungewöhnlich konservativ sind, an dem hängen, was sie haben, und es gegen Veränderungen hartnäckig verteidigen. Aber ›Moselbrück‹ ist nicht nur eine Winzer- und Familiengeschichte – die Serie schildert auch viel Alltag im alten Grenzland zwischen Deutschland und Frankreich. Und zwar diesseits wie jenseits der Grenzen, im romantischen Tal der Mosel, im alten Metz und in den Industrierevieren Lothringens ...

Hauptschauplatz ist das Weingut Zerfass in ›Moselbrück‹, einem romantischen Fleck an der Mittelmosel. Seit Generationen befindet sich das Gut im Familienbesitz. Da stirbt der Winzer – wird ›völlig überraschend aus dem Leben gerissen‹. Nach seinem Tod versuchen seine Witwe Hanna, seine Söhne und sein Bruder mit-, aber auch gegeneinander das Beste aus dem Gut und der Situation zu machen. Es stellt sich schnell heraus, Tradition allein garantiert keinen Wohlstand: Das Weingut Zerfass steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten, Hanna muss um seine Existenz kämpfen. Auch gegen ihren Schwager, den renommierten Weinhändler Ludwig Zerfass, der ihr das Leben durch Ränke und Intrigen schwer macht und der das Gut ›schlucken‹ möchte. Glücklicherweise taucht der Betriebshelfer Leo Römer auf. Es stellt sich bald heraus, dass er nicht nur für das Gut eine große Hilfe ist, sondern auch Hanna sehr viel bedeuten könnte ...

Liane Hielscher verkörperte Hanna Zerfass, die Hauptfigur der sehr populären Serie, die schon mehrfach in der ARD ausgestrahlt wurde.

Idee und die Drehbücher der ersten zehn Folgen von Hans Georg Thiemt und Hans Dieter Schreeb.

Der Roman ›Moselbrück‹ erschien sowohl im Hardcover wie im Taschenbuch bei Ullstein. (Ullstein-Taschenbuch Nummer 22090.)

Welt am Sonntag: »Ein Roman aus der Welt der Winzer und Weinhändler, der gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Mosellandschaft ist.«

Was das Fernsehlexikon zur Serie Moselbrück sagt: hier

Leseprobe:

Das Erste, was Hanna in seinem Wohnzimmer bemerkte, war ein Herrenhemd. Es lag auf dem Boden, war offenbar von einer Sessellehne heruntergerutscht.

Johannes

Vierzehnteilige Serie, Westdeutscher Rundfunk Die Geschichte des Handwerksmeisters Selzer und seiner Familie. Die Selzers leben zu Ende des 19. Jahrhunderts im Hunsrück,einer Landschaft von karger Schönheit und fremdem Reiz, deren kantige Menschen hart um ihr tägliches Brot kämpfen müssen. Mit dem Eisenbahnbau zieht die neue Zeit in ihr Dorf ein und verspricht Wohlstand. Alle erhoffen sich nun ein besseres Leben: der Sattler Selzer, ein Mann, der sich allzu oft in Träume flüchtet; Marie, seine Frau, eine Frau mit Kraft und praktischem Verstand; und vor allem seine Schwägerin Anna, die eigenwilligste Figur: anstößig in ihrem Handeln, unabhängig im Denken, ist sie die einzige in der Familie, die dem Schicksal eine günstige Wendung abtrotzen kann. Die Fernsehserie wurde mehrfach sowohl im Vorabend- wie im Abendprogramm der ARD ausgestrahlt. Ein sensibler, bei aller Sozialkritik auch heiterer Stoff, der eine nur selten behandelte Epoche deutscher Geschichte wiedergibt, inszeniert von den hervorragenden Regisseuren Ilse Hoffmann und Hajo Gies. Auch Hörfunk-Serie und Ullstein Taschenbuch Nr. 20491 Leseprobe: Julius Selzer liegt mit dem Gesicht zum Fenster, redet etwas Belangloses und hört gleichzeitig auf die sanften, lockenden Geräusche, die beim Ausziehen der Kleider entstehen. Er wird heute Nacht sein Bett nicht nur mit seiner Frau, sondern auch mit seiner Schwägerin teilen. Nicht aus Sinnlichkeit, aus einfacher Notwendigkeit. Trotzdem empfindet er Anna in diesem Moment nicht als überraschenden Besuch, als Verwandtschaft, an die man gebunden ist, ob man will oder nicht. Für ihn ist sie eine andere Frau; er empfindet ihre Gegenwart körperlich, als berührte sie ihn mit ihren Händen, als spürte er ihren Atem. Anna und Marie sind Schwestern, aber ganz verschieden im Naturell. Marie hat sich seit sechzehn Jahren in diesem düsteren, niedrigen Raum ausgezogen, eigentlich immer gleich. Sie hat einfache, selbstverständliche Gesten und Bewegungen. Er braucht sich nicht umzuwenden, um zu wissen, dass sie ihr Kleid auf einen Bügel hängt und den Bügel an einen Haken, rechts am Schrank, dass sie die Schuhe unter den Hocker stellt, halbhohe Schuhe aus festem Leder, dass sie einen der beiden Unterröcke faltet, über den Hocker legt und den anderen anbehält. Er hat seine Frau noch nie vollkommen nackt gesehen. Immer hat sie einen dieser weißen Unterröcke aus Leinen oder Kattun an. Er ist nicht sicher, aber er glaubt, dass sie selbst damals einen solchen Rock getragen hat, als sie den Jungen zur Welt brachte.

Abenteuerserie, 26 Folgen, ZDF Jetzt auf DVD bei Koch Media: Der Kurier der Kaiserin

Die Hauptstädte Europas und der Prunk und die Pracht von Residenzen und gut versteckten Lustschlössern, aber auch heiße staubige Landstraßen, weite Wälder, abgelegene Nester, verlotterte Klöster und Kaschemmen – das ist die Welt von Leutnant Karl von Rotteck, ›Kurier der Kaiserin‹, ausgezeichnet mit dem Vertrauen der großen Herrscherin Maria Theresia.

Als ob die alltäglichen Misslichkeiten und Mühen nicht ausreichten, mit denen sich jeder Kurier zu plagen hat, spielen die Abenteuergeschichten, die in dieser Serie erzählt werden, mitten im Siebenjährigen Krieges zwischen Preußen und Österreich. Wie sich Maria Theresia mit König Friedrich von Preußen herumzuschlagen muss, so hat Rotteck in dem preußischen Kollegen Rittmeister von Buckow einen höchstpersönlichen Widersacher, der ihm immer wieder in die Quere kommt.

Nicht selten hat der Kurier Schreiben zu überbringen, die so oder so die Weltpolitik ändern können. Unter keinen Umstände dürfen sie in die falschen Hände fallen. Entsprechend hat der Kurier beständig auf der Hut zu sein – vor redseligen Prälaten, die ihn zu einem Gläschen Wein einladen wollen, ebenso wie vor willigen Hofdamen, die andere Verlockungen zu bieten haben. In den Wäldern lauern Wegelagerer, in den Kaschemmen Falschspieler alles Art. Außerdem besteht beständig Gefahr, von feindlichen Truppen überrascht zu werden; ändern sich doch die Frontlinien ständig. Wo gestern noch die eigenen Armeen standen, kann heute der Feind sein. Doch Rotteck - gewandt, geistesgegenwärtig, mutig und zäh, wie er ist – besteht seine Abenteuer. Wenigstens die meisten.

Die ungewöhnlich erfolgreiche, mehrfach wiederholte Fern­sehserie erzählte aufregende und amüsante Erlebnisse des Leutnants von Rotteck. Wesentlich für den Erfolg war die Szenerie: Keine Epoche der europäischen Geschichte eignet sich für Abenteuergeschichten besser als die hier gewählte. Die Geschichten erhoben nicht Anspruch auf historische Treue. Wenn man es genau nimmt, war aber auch keine unwahr erfunden. Hauptdarsteller: Klausjürgen Wussow und Volker Kraeft.

Duell zu Dritt

Heitere Gaunergeschichten Dreizehn Folgen, ZDF Seltsam, welche Gäste Mr. Baker in seinem Grandhotel beherbergt! Da ist zum Beispiel kürzlich dieser Jerry Hoover eingetroffen – ein alter Bekannter des Hoteldirektors aus dessen dunkleren Tagen. Jerrys Tatendrang ist kaum zu bremsen, jedenfalls nicht, was das Anbohren neuer Geldquellen betrifft. Nur mit der Mafia hätte er sich besser nicht anlegen sollen ... Mit Vera Tschechowa Diese Serie wurde unter dem Titel ›Mein lieber Scholly‹ auch als Hörfunk-Serie ausgestrahlt (Südwestfunk). Leseprobe aus dem ›Fernseh-Buch‹: 1927. Die Riviera gewöhnte sich erst langsam daran, dass es auch eine Sommer-Saison geben sollte. Staunend oder amüsiert, je nach Temperament, sahen die Rentner an der ›Promenade des Anglais‹ in Nizza verrückte junge Leute, die sich im Sand braten ließen. Die ersten, die die neuen Möglichkeiten begriffen, waren die Besitzer der Hotelpaläste an der Küste. Mochte es nun verrückt sein oder nicht, in der Julihitze am Strand zu liegen - in der Nacht brauchte auch der Verrückteste ein Bett. So hatte das Hotel ›Bristol‹ in diesem wunderschönen Sommer geöffnet, zum erstenmal in den vierzig Jahren seiner Existenz. Der Riesenkasten trug immer noch seine Sterne im Reiseführer, aber wohl mehr aus Gewohnheitsrecht. Die Zeiten, in denen verschwenderische russische Großfürsten das Haus mit ihrem Besuch beehrt hatten, waren lange vorbei. Für die Großfürsten auch. Sie standen jetzt als Taxifahrer vor dem Hotel und warteten auf amerikanische Touristen. Amerikaner waren nun die Könige der Riviera. Zwar wagten sich die Könige in Bermuda-Shorts und kurzärmeligen, bunten Hemden nur tastend in ihrer neuen Provinz umher. Die im Dienst ergrauten Portiers, Kellner und Chefs de Rang flößten ihnen mehr Ehrfurcht ein als Buffalo Bill, Doc Holliday und alle Indianer zusammen. Aber gerade diese Ehrfurcht machte sie beim Personal beliebt. Und ihre Dollars natürlich.