Willkommen bei Hans Dieter Schreeb
Arbeit und biografische Angaben
Sie erhalten hier einen Einblick in meine Arbeit und meine Biografie. Lesen Sie über meine Romane Primadonna, Hinter den Mauern von Peking, Hotel Petersburger Hof. Informieren Sie sich bitte über meine Arbeit für Funk, Fernsehen und Theater. Außerdem finden Sie hier alle Kontaktadressen, soweit sie für meine Arbeit wichtig sind.
Wie die Verlegerin es sieht
Tell-Verlagschefin Bettina Migge im Interview mit ›blickpunkt musical – Europas aktuellstes Magazin für Musical und Entertainment‹:
Wie die Verlegerin es sieht
In einem Interview mit ›blickpunkt musical – Europas aktuellstes Magazin für Musical und Entertainment‹ beschreibt die gallissas-Chefin Bettina Migge ihre Erfahrungen mit dem kreativen Team von ›Tell - Das Musical‹ vor, während und nach der Premiere am Walensee. Mehr auf der Seite ›Aktuelles‹ unter dem Titel »Wie die Verlegerin es sieht«.
Mordfabriken
Die Deportation und Ermordung der Wiesbadener Juden vor siebzig Jahren Gedenk- und Studienfahrt zu den Vernichtungslagern im Osten Polens- Vor siebzig Jahren – im Mai und im Juni 1942 – wurde ein großer Teil der damals noch in der Stadt lebenden Wiesbadener Juden deportiert: nach Izbica, Majdanek, Sobibór. Nach Orten also, von denen sie noch nie im Leben gehört hatten und die für alle den Tod bedeuteten. Nicht einer von ihnen, kein Mann, keine Frau, kein Kind, kehrte zurück. Das ›Aktive Museum Spiegelgasse‹ hat nun eine achttägige Fahrt zu den Todeslagern an der polnischen Ostgrenze unternommen, eine Studien- und Gedenkfahrt; in jedem Fall eine Fahrt, die aufwühlte und Kraft kostete. Man kann so viel über die Mordmaschinerie des Dritten Reiches gelesen und in Bildbänden oder Spielfilmen gesehen haben – alles bleibt unbegreiflich und unfassbar. Selbst, wenn man an der Stelle steht, wo Hunderttausende erschlagen, erschossen, vergast und auf gewaltigen Rosten aus Eisenbahnschienen verbrannt wurden. Oft herrschte beim Besuch der ehemaligen Todesfabriken, nun Friedhöfe und Gedenkstätten zugleich, hochsommerliche Hitze, und über der Szenerie lag eine fast überirdische Stille. Und doch waren dies Orte, wo Aufseherinnen hochschwangere Frauen von Schäferhunden zerreißen ließen oder wo der Lagerkommandant vor dem Frühstück von seinem Balkon aus zu seinem puren Vergnügen ›Arbeitsjuden‹ erschossen hatte. Solches Verhalten war nicht die Regel. Doch schiere Mordlust und sadistisches Töten sind immer noch leichter zu begreifen als die Tatsache, dass genau hier, wo man nun über einen fast autofreien Parkplatz geht, vor siebzig Jahren ein ›Transport‹ nach dem anderen ›abgefertigt‹ wurde; dass in Sobibór oder Belzec Zug um Zug jeweils hunderte und aberhunderte Menschen ankamen, die auf der Stelle in den Tod geführt wurden. In Sobibór war alles auf Täuschung und Beruhigung der Opfer angelegt. Hielt der Zug an der Rampe, ertönte Begrüßungsmusik aus Lautsprechern, eine freundliche Stimme verkündete Mut machendes, man sah nette kleine Häuser, Blumen, gepflegte Vorgärten; noch die Wegweiser etwa zum ›Bad‹ waren mit Liebe gestaltet. Nach dem schrecklichen Transport in Viehwaggons ohne Wasser oder Essen schöpfte man Hoffnung. Da nahm man es hin, dass man sich auf dem ›Umschlagplatz‹ entkleiden musste, dass den Frauen die Haare abgeschnitten wurde und man nackt zum Bad gehen musste – das neue Leben sollte ja hygienisch beginnen!
Reisen durch Polen
Autor Hans Dieter Schreeb hat für das ›Wiesbadener Tagblatt‹ im Herbst 2012 zwei Polenreisen unternommen; dabei erlebte er Polen sozusagen von der Oder bis an den Bug. Er besuchte unter anderem Lodz, Lublin, Krakau und Breslau. In drei Artikeln beschrieb er die Studien- und Gedenkfahrt einer Gruppe aus Wiesbaden, die aus Anlass der Deportation und Ermordung von vierhundert Wiesbadener Juden im Mai und im Juni 1942 die Vernichtungslager im Osten des ›Generalgouvernements‹ – Sobibor, Belzek, Majdanek und Izbica – aufsuchten. Der Aufenthalt in Breslau hatte die Städtepartnerschaft zwischen Breslau (Wroclaw) und Wiesbaden zum Hintergrund: Sie besteht seit 25 Jahren. Den Zeitungstext ›Mordfabriken‹ und den WT-Artikel ›Eine lange Reise, die sich wirklich lohnt‹ finden Sie auf der Seite ›Artikel‹.
Premiere ›Tell – Das Musical‹
›Tell – Das Musical‹ (Textbuch Hans Dieter Schreeb) ist nach zweijähriger Vorarbeit nun auf der Bühne: Am 18. Juli 2012 war Premiere auf der sechzig Meter breiten Walensee-Bühne in der Südost-Schweiz; die begeisterten Zuschauer bedankten sich am Ende mit minutenlangen ›standing ovations‹.
Die Schweizer Medien – Hörfunk, Fernsehen und Zeitungen – berichteten im Vorfeld ausführlich über das Ereignis, nach der Premiere brachten sie entweder eigene Berichte oder übernahmen die sehr zustimmende Rezension der Schweizerischen Depeschenagentur (sda).
3sat, aber auch die Süddeutsche Zeitung informierten ihre Zuschauer beziehungsweise ihre Leser in Deutschland.
Ein sehr schönes Gespräch zu ›Tell – Das Musical‹ sendete DSR2 aktuell. Die Fragestellung: Ein Nationalheld als Musicalprotagonist und Songtexte nach Schillers Drama – geht das? Sascha Zürcher sagte: Ja, geht sehr gut!
(http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/drs2aktuell/2643.bt10233979.html)
Eine Übersicht der Pressestimmen zu ›Tell – Das Musical‹ finden Sie auf der Seite ›Aktuelles‹ dieser Website
blickpunkt musical
25. Juni 2012
»Ich habe nur getan, was getan werden musste«
Rezension zur Uraufführung »Tell«
„Ich habe nur getan, was getan werden musste. Sie sollen mich in Frieden lassen, mehr will ich nicht.“ Dies sind die Worte Wilhelm Tells, bevor er den Arm um seine kleine Familie legt und mit ihr den Berg hinaufsteigt — entgegen der jubelnden Menschenmenge, die ihn als Helden feiern möchte.
Doch wer ist der Mann, den Marc Schubring mit seinen klangvollen Kompositionen zeichnet, die musikalisch zwischen Claude-Michel Schönberg, Maury Yeston und Frank Wildhorn liegen, und doch einen ganz eigenen Charakter haben? Wer der Mann, dessen im besten Sinne einfache und klare Denkweise, Wolfgang Adenbergs Liedtexte so viel Aussagekraft geben, die auch Schiller’sche Versatzstücke geglückt verarbeiten? Selten hört man in einem Musical eine solch schöne Sprachmelodie wie in Tell. Wer der Mann, dessen Figur Hans Dieter Schreebs Buch als Inbild von Geradheit, Ehrlichkeit und Mut auf die Bühne bringt und als einen Menschen, der sich nichts mehr wünscht, als mit seinem Sohn und seiner Frau in Frieden zu leben?
Pressestimmen zu ›Tell – Das Musical‹
Die Südostschweiz 20. Juli 2012 Viel Lob für den Tell Die Macher von «Tell – Das Musical» dürfen sich freuen: Ihr Werk, das am Mittwoch Premiere feierte, wurde sehr gut aufgenommen – sowohl von Besuchern als auch den nationalen Medien. «Ein starkes Bühnenbild, eingängige Melodien und überzeugende Darsteller prägen das Stück, das auf Schillers Klassiker basiert», schrieb etwa die Schweizerische Depeschenagentur (sda) und tat mit diesem Fazit der Walenseebühne einen riesigen Gefallen. Denn sehr viele und vor allem auch grosse Medienhäuser bedienten sich gestern der sda-Kritik, in der Texte, Bühnenbild, Musik und Choreografie ebenso wie die Darsteller gelobt werden. Goodwill aus dem «Tellenland» Auch für den «W&0» ist «Tell - Das Musical» «beeindruckend». Szenen und Dialoge seien hervorragend gelungen. Gelobt wird auch die «natürliche Kulisse» der Walenseebühne. Sehr wohlwollend ist die Kritik in der heutigen Zentralausgabe der «Südostschweiz»: «Fast zwei Stunden lang wird das Publikum mit viel Pathos, Dramatik und Dynamik unterhalten - und mit einer spannenden, natürlich nicht ganz neuen, deshalb aber nicht weniger kurzweiligen Geschichte», heisst es dort. Mit einem längeren Beitrag würdigte Radio Central aus der Tell-Heimat, der Innerschweiz, die Premiere vom Mittwoch. Es sei komisch gewesen, für Tell in einen anderen Teil der Schweiz zu fahren, heisst es da. Der Weg habe sich aber mehr als gelohnt. Der Tell in Walenstadt sei «super umgesetzt», gar «sensationell». «Restlos begeistert» zeigte sich das «Liechtensteiner Vaterland», das Schweizer Radio DRS sieht dem Tell-Stoff dank mehrerer Titel mit Ohrwurmcharakter sogar «eine neue Dimension verliehen». Und selbst in grossen Westschweizer Zeitungen wie etwa «Le Matin» oder «Le Nouvelliste» fand die Premiere von «Guillaume Tell» sachliche Erwähnung. Kommentiert wurde dort aber nicht. Ein Chaos mit den Zeiten Kritischere Töne werden auf art-tv.ch (Kulturfernsehen im Internet) angeschlagen. Aber auch hier gibt‘s ein versöhnliches Fazit: «Ob ›Tell - Das Musical‹ tolle Unterhaltung ist oder eher ein Frevel an Schillers Drama ›WilhelmTell‹, soll jeder selber beurteilen. Auf alle Fälle ist es den Machern hoch anzurechnen, dass sie nicht einfach ein Musical von der Stange gekauft haben. Zimperlich gehen sie dabei mit der Vorlage - immerhin Weltliteratur - nicht um. Gnadenlos werden Zeiten und Stile durcheinandergewirbelt.
Meine Jahre mit den Amerikanern
Im Auftrag der Stadt Wiesbaden schreibt Hans Dieter Schreeb zurzeit den Text für ein Sachbuch mit dem Arbeitstitel ›Zwei Welten – Amerikaner in Wiesbaden‹. Das Buch soll im Herbst 2012 erscheinen. Bereits jetzt, und zwar in den Wochen vom 12. bis 23. Juni 2012, hat das Wiesbadener Tagblatt eine Serie von Hans Dieter Schreeb mit insgesamt zehn Folgen gedruckt: ›Meine Jahre mit den Amerikanern‹. Hier schildert der Autor seine sehr persönlichen Erinnerungen an die Jahre seit 1945. Den Serientext finden Sie auf dieser Website in der Rubrik ›Artikel‹. Anlass sowohl für das Buch wie die Zeitungsserie ist die Tatsache, dass das Hauptquartier der US Army in Europa von Heidelberg nach Wiesbaden verlegt wird. Dafür wurde und wird in den amerikanischen Einrichtungen in Wiesbaden im großen Stil gebaut und renoviert.
Meine Jahre mit den Amerikanern
Die Amerikaner kehren nach Wiesbaden zurück. Sie sind zwar seit 1945 hier, doch es gab Zeiten, in denen die Deutschen sie aus den Augen verloren hatten. In einer zehnteiligen Serie schildert Hans Dieter Schreeb exklusiv für die Leser des Wiesbadener Tagblatts‹ seine Jahre mit den Amerikanern – eine sehr persönliche Sicht auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.
1. Die erste Begegnung
Ich bin in der Gottfried-Kinkel-Straße 1, einer Seitenstraße der Biebricher Allee geboren, mitten auf der Biebricher Höhe. Hier bin ich auch aufgewachsen – ich hätte also nur ein paar Schritte gehen müssen, um den Einzug der Amerikaner aus nächster Nähe zu erleben. Bezeichnenderweise marschierte die US-Army über die Straße ein, auf der schon die Römer nach Wiesbaden marschiert waren.
Leider waren wir nicht zu Hause. 1945 waren wir – meine Mutter (›Kriegerwitwe‹, wie das genannt wurde), meine noch sehr kleine Schwester Ingeborg und ich – in Leinefelde, bei meinem Onkel Hermann, einem Bruder meiner Mutter. Leinefelde war damals ein großes Dorf, sehr katholisch. Die Nazis bissen sich an den Katholiken die Zähne aus; diese waren die Diaspora gewohnt und hielten tapfer durch. Über viele Jahrhunderte hatte der Ort zu Kurmainz gehört, genau genommen bis 1803. Dann wurde er preußisch und blieb es bis zum Untergang Preußens.
Heute ist Leinefelde eine mittlere Industrie- und Handwerkerstadt, zusammengefügt aus Leinefelde und dem größeren Worbis und heißt nun Leinefelde-Worbis. In meiner Kindheit lag Worbis in weiter Ferne, ab und zu fuhr mein Onkel mit seinem Auto dorthin und nahm mich mit – das Auto hatte einen Holzvergaser, wir legten also während der Fahrt Holz auf. Meine Mutter, meine Schwester und ich waren seit Sommer 1944 in Leinefelde, einfach deshalb, weil Onkel Hermann dort einen (Filial-)Laden einer Lebensmittel-Kette führte. Somit mussten wir uns keine Sorgen machen, dass wir mit unseren Lebensmittelmarken vor leeren Regalen stehen würden. Was ›aufgerufen‹ wurde, bekamen wir.
TELL im Internet
Vier Internet-Seiten, auf denen Sie Aktuelles über TELL – DAS MUSICAL erfahren:
- www.walenseebuehne.ch
- http://www.walenseebuehne.ch/Blick-hinter-die-Kulissen.389.0.html
- www.schreeb.com
- www.gallissas-verlag.de
Filmography
Die umfangreiche Arbeit von Hans Dieter Schreeb für das Erste und Zweite Deutsche Fernsehen (zumeist in Zusammenarbeit mit Hans-Georg Thiemt) ist fast vollständig auf den Internet-Seiten www.IMDb.de und www.IMDb.com dokumentiert. Die verschiedenen, sehr unterschiedlichen Fernsehserien und Fernsehspiele aus vielen Jahren findet man hier in den Kategorien Crime, Drama, Comedy, Family, Action, Biography, History und Western.