7. Juni 2011
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Wieder da: »Drei Frauen im Haus/Vier Frauen im Haus«
Die kompletten Kultserien in einer Box (4 DVDs)

Autoren Hans Dieter Schreeb und Hans Georg Thiemt
Darsteller Magda Schneider, Heinz Engelmann
Regie Hermann Leitner

Eine Familienserie aus den Sechzigern mit einer Konstellation, die heute noch verblüfft: In einer kleinen Autowerkstatt, einem der typischen Familienbetriebe aus der Zeit, der Männerdomäne schlechthin, arbeiten drei Frauen; in der zweiten Staffel der Serie sogar vier. Und zwar mit Schraubenschlüsseln in und Öl an den Fingern.

Serien und speziell Familienserien wurden damals nach einem klaren Schema gestrickt. Die Regeln – 24,30 Minuten Handlung, 5,30 Minuten Werbung drum rum, und fertig war ein ›Vorabend‹-Programm – übernahm man aus den USA, wo solche Seifenopern schon seit Jahrzehnten produziert wurden. Für Deutschland waren sie Mitte der Sechziger immer noch relativ neu. Auch die Dramaturgie folgte den amerikanischen Vorgaben: Jeweils eine in sich abgeschlossene Geschichte, die von den immer gleichen Hauptdarstellern der Serie erlebt und erlitten wurde und eine Pointe am Schluss. Gab’s keine Pointe, dann zumindest etwas Aufbauend-Positives. Die Figuren wurden nicht älter und sie lernten nicht aus ihren Erfahrungen. Wer kriminell auf die Welt gekommen war, blieb es bis an sein Ende und wer gütig-fürsorglich gestimmt war, blieb es auch.

Da die Macher der Serien – Produzenten, Redakteure, Regisseure, aber auch die Autoren – nicht selten aus dem gerade untergehenden deutschen Fünfziger-Jahre-Kino stammten, hatten ihre Arbeiten oft einen betulichen Ton und drehten sich gern um Pseudo-Probleme: Ehefrau trifft während einer Bahnfahrt zufällig ihren Ex-Liebhaber wieder und wie das nun dem guten Papi zu Hause erklären?

Dass die Serie Drei bzw. Vier Frauen im Haus in der Arbeitswelt angesiedelt wurde, hatte einerseits mit dem Zeitgeist und andererseits mit den Strukturen innerhalb des ZDF zu tun. Der Zeitgeist ging auf ›68‹ zu; in den Kinos fand der Heimatfilm sein Ende und die Nouvelle Vague, der Autorenfilm und sogar New Hollywood mit Bonnie & Clyde und anderem Unerhörten machten sich breit. Tod dem Kitsch! Und, seltsamer Zufall, beim Zweiten Deutschen Fernsehen wurden die ›Vorabend‹-Programme (in der ARD hießen sie auch ›Werberahmen‹-Programme) zu der Zeit nicht vom Fernsehspiel, sondern von der Hauptabteilung Dokumentarspiel und damit von dessen Leiter Dr. Wolfgang Bruhn verantwortet. Das Dokumentarspiel wollte Fiktion mit Fakten verbinden. Nach der Vorstellung von Dr. Bruhn waren Dokumentarspiele im besten Fall »eine glückliche Vereinigung von konzentrierter Information, tiefster Bewusstseinsbildung und hervorragender Unterhaltung«. Einige erstaunliche, heute noch sehenswerte Erfolge gelangen; die Mehrzahl der Fälle blieb in Papier und guten Absichten stecken.

Wie auch immer: dem Hauptabteilungsleiter war die Widerspiegelung der Realität auch im Vorabendprogramm eine Herzensangelegenheit und damit auch andere als die bislang üblichen Geschichten um Ärzte und Förster. Sie sollten lebensechter sein.

Bei Hans-Georg Thiemt und Hans Dieter Schreeb, den Autoren der Serie Drei Frauen im Haus / Vier Frauen im Haus, musste er wenig Überzeugungsarbeit leisten. Thiemt hatte seine Filmlaufbahn als Kameramann der Kriegswochenschau begonnen; er hatte sich vor russische Panzer geworfen, um ungewöhnliche Bilder zu bekommen. Die besten seiner Aufnahmen wurden nie öffentlich gezeigt, aber immerhin zweimal mit dem EK I belohnt. Nach Krieg und Kriegsgefangenschaft ging er zur DEFA und war über Jahre Regieassistent von Wolfgang Staudte. Ihm brauchte man über Realität und wie sie im Kino gern verleugnet wurde, nichts erzählen. Sein Partner Hans Dieter Schreeb hatte als Journalist und Zeitungsredakteur begonnen. Auch er fragte lieber: Wie ist es? statt: Wie sieht es am originellsten aus? 

Die erwähnte »hervorragende Unterhaltung« durfte selbst­verständlich auch nicht aus den Augen verloren werden. Was nicht in den Drehbüchern stand, mussten die Akteure und die Regie hinzufügen. Hermann Leitner, der Regisseur, hatte eine glückliche Hand bei der Besetzung der Hauptfiguren: Mutter Lenz besetzte er mit dem Ex-Filmstar Magda Schneider. Zu der Zeit waren ihre Kinofilme noch unvergessen; dass sie die Mutter von Romy Schneider war, interessierte nur die Bunten Blätter. Heinz Engelmann spielte den Chef des Hauses. In jungen Jahren war er in Propaganda-Filmen wie Drei Unteroffiziere und U-Boote westwärts! als aufrechter blonder Recke aufgefallen, später als Stahlnetz-Kommissar. Volker Kraeft hatte in dieser Serie eine seiner ersten Fernseh-Rollen; er machte später eine steile Karriere.

Und warum nun Drei bzw. Vier Frauen im Serientitel? Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür. Die Verwirrung, die damit angerichtet wurde, erklärt sich aus dem 13er-Prinzip, wie man es ebenfalls aus den Vereinigten Staaten übernommen hatte. Dreizehn Folgen bildeten demnach eine Serie; waren sie ausgestrahlt, war die Serie zu Ende. Das Prinzip hatte absurde Folgen. So bekamen die deutschen Fernseh­zuschauer von der spannenden Krimiserie Auf der Flucht nur 26 von insgesamt 120 Folgen zu sehen. Von der Westernserie Cowboys wurden gar nur 13 der insgesamt 217 Folgen gezeigt. Tausend Folgen Lindenstraße hätte sich damals niemand vorstellen können; warum auch?

Meinungen und Bewertungen von Käufern der DVD "Drei Frauen im Haus" und "Vier Frauen im Haus" unter dem Titel "Top-Rezensionen" auf der Seite Aktuelles dieser Homepage.

1. Januar 2010
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Seit Januar 2010 zu haben: Tatort ›Tote reisen nicht umsonst‹
von Hans Georg Thiemt und Hans Dieter Schreeb

Vor dreißig Jahren, am 21. September 1980, wurde zum ersten Mal der Tatort ›Tote reisen nicht umsonst‹ des Autorengespanns Thiemt und Schreeb ausgestrahlt. Er wurde zum Klassiker. Bislang wurde er sechs Mal gesendet, allein zweimal im ARD-Programm.
Inhalt: Manfred Ottmann ist Geschäftsführer der kleinen, florierenden Wohnmobilfirma in Saarbrücken. Die Firma gehört seiner Frau, was sie ihn bei jeder Gelegenheit spüren lässt. Dafür rächt er sich. In einer französischen Kleinstadt kurz hinter der Grenze hält er eine Freundin aus. Er besucht sie regelmäßig, wenn er Wohnmobile nach Südfrankreich überführt. Die Amoure bringt Ottmann in finanzielle Schwierigkeiten, die er mit dem Griff in die Firmenkasse löst. Seine Frau kommt dahinter und sperrt ihm den Zugang zu den Firmengeldern.
Mit Hilfe der Geliebten entwickelt Ottmann einen Plan: Bei einem vorgetäuschten Einbruch in die eigene Wohnung will er sich das Schwarzgeld seiner Frau aneignen; Christine wird ihm ein überzeugendes Alibi verschaffen. Aus dem Einbruch wird eine Tragödie. Was Ottmann nicht ahnen kann und was den Reiz der Story ausmacht: Während er seinen Plan in die Tat umsetzt, sucht Kommissar Schäfermann ihn als Zeugen in einem anderen Fall, ist ihm Stunde um Stunde auf den Fersen ...

Kommissar Schäfermann: Manfred Heidmann; weitere Mitwirkende Dirk Galuba, Beatrice Kessler und Corny Collins. Regie: Rolf von Sydow. Reichhaltiges Bonusmaterial auf der DVD.

Leserstimme bei Amazon: »Ein interessanter Fall aus einer längst vergangenen Zeit. Wer sich für die späten 70er bzw. frühen 80er begeistert, sollte sich diese DVD nicht entgehen lassen. Meiner Meinung nach ein wesentlich besserer TATORT als manch moderne Folge.«

1. November 2008
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In einer Sonderedition ›Die 1980er Jahre‹ bietet die ARD drei ungewöhnliche ›Tatort‹-Fälle in einer Box, darunter ›Tote reisen nicht umsonst‹. Autoren: Hans Dieter Schreeb und Hans-Georg Thiemt.
Werbetext der ARD: »In den 1980er Jahren bringen neue Ermittler und Ideen frischen Wind in den Tatort. Die spannendsten Fälle des Jahrzehnts bestreiten Horst Schäfermann in Saarbrücken, der Hamburger Ermittler Stoever sowie Horst Schimanski in Duisburg.«
Hans Dieter Schreeb dazu: »Die Auswahl macht stolz! Traurig, dass mein Partner Hans-Georg Thiemt es nicht mehr erlebt hat.«
Zu den drei Tatort-Fällen gibt es auf der DVD exklusives Bonus-Material. Unter anderem:

Tatort-Drehbericht: "Tote reisen nicht umsonst"
Wir über uns: Tatort - Von der Schwierigkeit, Millionen zufrieden zu stellen
Die legendären Tatort-Kommissare (41 min)
Einblick: Tatort muss nicht Drehort sein - wo Tatort-Krimis wirklich entstehen

1. Juni 2008
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Die komplette 13-teilige Fernseh-Serie ›Ich, Christian Hahn‹ (Autoren: Hans Dieter Schreeb und Hans-Georg Thiemt) ist nun als DVD zu haben. Und zwar in der Reihe ›Pidax-Historien-Klassiker‹.

Cover Christian HahnDer Kern der Geschichte: 1760, der Siebenjährige Krieg tobt. Doch in Grehweiler, einer Grafschaft in der Pfalz, hat man andere Sorgen. Schneidermeister Hahn und seine Lieben kämpfen wie alle kleinen Leute mit der Armut. Nur dem regierenden Rheingrafen (und der übrigen Obrigkeit) geht es gut. Dazu betrügt der verschwenderische Landesherr sein Volk, wo es nur geht. Selbstverständlich geht auch dieser Krug nur so lange zum Brunnen, bis er bricht. Und der gewitzte Christian trägt viel dazu bei, dass der Krug endlich bricht. Ich, Christian Hahn‹ ist die Geschichte eines verliebten Jungen, (s)einer Comtesse und ihres verschwendungssüchtigen Vaters, eben des Herr Grafen. Geschildert werden außerdem korrupte Hofbeamte, verlotterte Schulmeister und spitzfindige Pfarrer. Der Frankfurter Geldwechsler Rothschild spielt auch mit. Im Ganzen wird eine bunte, abenteuerliche Welt vorgeführt, voll von komischen und grotesken Ereignissen.

Und bei allem ist es eine Geschichte mit historischer Wahrheit – angeregt von Friedrich Christian Laukhard.

›Ich, Christian Hahn‹ erschien auch als SWF-Hörfunk-Serie und als Ullstein-Taschenbuch.
Mitwirkende der ungewöhnlich schön ausgestatteten Fernseh-Serie: Hans Jürgen Diedrich, Heinz Baumann, Jürgen Biesinger, Jochen Schroeder, Nikola Weisse, Moritz Schuller u. v. a.

Produktion: SWF, D / CH 1985
Laufzeit: ca. 325 Minuten.
Ab 19. März 2010 im Handel.
Preis der Kassette: 39.80 Euro

1. März 2008

›Der Kurier der Kaiserin‹ Die ZDF-Fernsehserie, mit der Klausjürgen Wussow seine Fernsehkarriere begann.
›Der Kurier der Kaiserin‹, 26 Folgen, geschrieben von Hans-Georg Thiemt und Hans Dieter Schreeb ist nun auf DVD zu haben. Die Firma Koch Media hat die Serie aufpoliert auf den Markt gebracht.
Eigenwerbung der Firma: Koch Media Home Entertainment bietet für Cineasten und Fernseh-Fans Toptitel zum fairen Preis. Mit viel Liebe zur Ausstattung werden große Filme und beliebte Serien in bester Qualität auf DVDs verewigt.

Deutsche Erstausstrahlung der Serie war der 28. September 1970, bis heute ist sie unvergessen. Immer wieder meldeten sich Interessenten beim Autor und beim Sender. (Mehr zum Thema auf der Seite Aktuelles unter: die abenteuerlichste Rolle seines Lebens – Klausjürgen Wussow als ›Der Kurier der Kaiserin‹ )

1. Februar 2008

Seit 2009 ist die Fernsehserie ›Moselbrück‹ auf DVD im Handel. Hans-Georg Thiemt und Hans Dieter Schreeb haben diese überaus erfolgreiche Fernsehserie um eine Winzerfamilie an der Mosel für den Südwestfunk entworfen und die Drehbücher der ersten zehn Folgen geschrieben. Parallel zur Serie erschien im Ullstein-Verlag der Roman ›Moselbrück‹, ebenfalls ein gemeinsames Werk des Autoren-Teams Thiemt und Schreeb. Der Roman wurde von Ullstein sowohl in einer Hardcover- wie in einer Taschenbuch-Ausgabe herausgebracht; gegenwärtig ist er nicht lieferbar. Man findet ihn aber noch im Internet, am leichtesten unter www.zvab.de.

1. Januar 2008

Der Roman »Der Bader von Mainz« hat seit seinem Erscheinen im Jahr 1988 seine Leser überzeugt. Jetzt, zwanzig Jahre nach dem ersten Erscheinen in einer Hardcover-Ausgabe, brachte die Allgemeine Zeitung, Mainz, sozusagen die für den Bader zuständige Lokalzeitung, eine weitere Besprechung des Romans. Sie finden diese Besprechung unter Bücher – Der Bader von Mainz auf dieser Website. Der Roman ist als Ullstein-Taschenbuch in jeder Buchhandlung zu haben.
Und natürlich im Internet.

1. Dezember 2007
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Das Hotel ›Krone‹ in Assmannshausen blickt auf fünfhundert Jahre Geschichte zurück. Hans Dieter Schreeb hat diese Geschichte aufgeschrieben. Er erzählt von den Menschen, die dieses Haus geführt haben und von denen, die hier zu Gast waren. Er berichtet von harten und glücklichen Zeiten, von Erfolgen und Niederlagen. Aber es ist nicht nur die Geschichte eines Hotels, die hier erzählt wird, sondern die Geschichte einer ganzen Region, dem Rheingau, zu dem die ›Krone‹ heute genau so selbstverständlich gehört wie die Loreley oder der Mäuseturm.« Zum Inhalt des Romans: Im Jahre 1541 lässt sich der Binger Zollschreiber Rab auf die andere Rheinseite übersetzen, um im Flecken Assmannshausen, am Ausgang des Binger Lochs, ein schon lange leerstehendes Haus zu kaufen. Im Grunde versucht er eine halblegale Geldanlage. Ohne den früheren Mönch Johann Umhoff, der dem Kloster Eberbach nach dem Aufstand der Rheingauer Bauern und Winzer gegen den Herrn Erzbischof davongelaufen ist und danach ein abenteuerliches Leben hinter sich gebracht hat, ließe sich das Geschäft nicht bewerkstelligen. Die Beiden werden endlich gemeinsam Käufer und damit beginnt die Geschichte der ›Krone‹. Anfangs ist das Haus Treidelstation – Schlafstelle für Leinenreiter und Schiffer, die des Nachts nicht mehr weiterkommen. Doch eine Folge tüchtiger Wirte macht aus dem Haus ein weltbekanntes Hotel. Berühmtheiten aller Schattierungen lassen sich hier blicken: die Kaiserin Sisi ebenso wie Hindenburg und Richard Tauber. Bundeskanzler Kohl bewirtete hier den französischen Staatspräsidenten Mitterand. Große Dichter, große Musiker, große Maler haben sich ins Gästebuch eingetragen; Ferdinand Freiligrath hat hier sein ›Glaubensbekenntniß‹ fertiggestellt und Gerhart Hauptmann ließ sich noch auf seinem Totenbett Weine der ›Krone‹ kommen. In einundvierzig Geschichten erzählt Hans Dieter Schreeb von den Zelebritäten und den Zimmermädchen, den Schiffern, Flößern und dem Rhein selbst. Die eigentliche Hauptfigur des Romans ist jedoch das Haus, das sich verändert und bei aller Veränderung doch wächst und sich duckt und lebt wie ein alter Baum. Und die andere Konstante ist die Zeit: Wenn man sich auf den Text einlässt, gerät man in einen Sog. Man spürt das Werden und Vergehen, dass nun mal Zeit ausmacht, und lässt sich durch die Epochen treiben. Die Edition Koch, Innsbruck hat die Neuauflage der ›Krone am Rhein‹ herausgebracht. Der Roman ist im Buchhandel und im Versandhandel ab sofort bestellbar. Preise: in Deutschland 19,90 Euro; in Österreich 20,50 Euro und in der Schweiz 35,50 Franken.

1. Mai 2007
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Verlagsankündigung des List-Verlags: »Eine begabte junge Frau muss sich behaupten.« Und als Kurztext: »
Baden-Baden, Primadonna1Mitte des 19. Jahrhunderts. Der märchenhafte Aufstieg der jungen Sängerin Carlotta Vogt zur Primadonna allerersten Ranges wird begleitet von einer pikanten Dreiecksgeschichte:
Carlotta liebt Turgenjew, den Liebhaber ihrer Gesangslehrerin.«

1. Dezember 2005
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Anfang Dezember 2005 erschien bei ›wortstark‹ das Hörbuch ›LILO KAMINSKI‹ von Hans Dieter Schreeb. ›wortstark‹ ist das neue Hörbuch- und Literatur-Label von Deutschlands ältestem Bühnen- und Medienverlag – von Felix Bloch Erben, Berlin. Nach der Startproduktion Gerhart Hauptmanns ›Bahnwärter Thiel‹, gelesen von Mario Adorf, ist ›Lilo Kaminski‹ das neue Highlight im ›wortstark‹-Programm. Und für den Autor Hans Dieter Schreeb ist ›Lilo Kaminski‹ »das Wichtigste, das ich je gemacht habe«.
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»Mein Hörbuch erzählt eine Liebesgeschichte in einem bizarren Land und zu einer erschreckend bösartigen Zeit. Es erzählt von der Liebe einer jungen verheirateten Frau zu einem Mann, den sie kaum kennt und von dem sie selbst dann wenig erfährt, als sie mit ihm zusammen ist«, beschreibt der Schriftsteller, Drehbuch-, Theater- und Hörspielautor Hans Dieter Schreeb sein neues Werk. »Die Geschichte spielt im Generalgouvernement, einem ›Nebenland‹ des Deutschen Reiches, 1939 entstanden, noch vor Kriegsende wieder versunken und großenteils vergessen. Die meisten heute lebenden Deutschen haben wahrscheinlich nie davon gehört, und selbst wenn, haben sie nur eine undeutliche Vorstellung davon. Auch in der Literatur taucht das Generalgouvernement kaum auf, sieht man von einigen wissenschaftlichen Studien ab. Dabei herrschte in diesem Land und selbst im Alltag des Generalgouvernements damals das kalte Grauen – unzählige Menschen fanden den Tod«, so Schreeb, »aber sogar hier konnte man sich sein Leben einrichten, konnte feiern, Karriere machen, reich werden – und lieben.«

Hans Dieter Schreeb arbeitet seit 1963 als freier Autor. In langer Zusammenarbeit mit seinem Partner Hans Georg Thiemt entstanden viele populäre Fernsehspiele und Serien (›Tatort‹ u. a.) und zahlreiche Hörfunkserien. Schreeb schrieb außerdem die Romane ›Hotel Petersburger Hof‹, ›Hinter den Mauern von Peking‹, ›Primadonna‹, ›Feuerblumen – Das Geheimnis des Caspar Hauser‹ sowie ›Der Bader von Mainz‹ (12 Auflagen!). Der Schriftsteller wurde 2005 mit dem Kulturpreis seiner Heimatstadt, der Landeshauptstadt Wiesbaden ausgezeichnet.

›wortstark‹ konnte für diese Produktion (179 Minuten auf drei CD’s) eine hervorragende Besetzung verpflichten, die den Hörer auf eine Reise in immer noch nicht vergangene Zeiten entführt. Die Rolle der Titelheldin teilen sich die Schauspielerinnen Karen Böhne und Nicola Kirsch. Karen Böhne spielt Theater und Fernsehen; Nicola Kirsch ist seit einigen Jahren Ensemble-Mitglied des Wiener Burgtheaters. Rolf Nagel, der Liebhaber der Lilo Kaminski, wird gesprochen von Gedeon Burkhard. Der renommierte, 2002 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Bühnen- und Filmschauspieler Sylvester Groth leiht als Herbert Kaminski dem Ehemann der Titelfigur seine Stimme. Hanny, die abgebrühte, alles durchschauende Freundin der Hauptfigur, wird von Katy Karrenbauer gesprochen. Autorin und Regisseurin Elisabeth von Molo führte mit Peter Eckhart Reichel, der auch für die Produktionsleitung verantwortlich zeichnete, die Regie. Produziert wurde LILO KAMINSKI von der wortstark-Produzentin und Prokuristin des Verlages Felix Bloch Erben, Bettina Migge.

Die wortstark-Hörbücher setzen mit der Verpackung in edlen Booklets neue Maßstäbe im Hörbuch-Segment und machen die Produkte auch optisch zu einem Genuss.

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