Abenteuerserie, 26 Folgen, ZDF Jetzt auf DVD bei Koch Media: Der Kurier der Kaiserin

2. Februar 2003

Die Hauptstädte Europas und der Prunk und die Pracht von Residenzen und gut versteckten Lustschlössern, aber auch heiße staubige Landstraßen, weite Wälder, abgelegene Nester, verlotterte Klöster und Kaschemmen – das ist die Welt von Leutnant Karl von Rotteck, ›Kurier der Kaiserin‹, ausgezeichnet mit dem Vertrauen der großen Herrscherin Maria Theresia.

Als ob die alltäglichen Misslichkeiten und Mühen nicht ausreichten, mit denen sich jeder Kurier zu plagen hat, spielen die Abenteuergeschichten, die in dieser Serie erzählt werden, mitten im Siebenjährigen Krieges zwischen Preußen und Österreich. Wie sich Maria Theresia mit König Friedrich von Preußen herumzuschlagen muss, so hat Rotteck in dem preußischen Kollegen Rittmeister von Buckow einen höchstpersönlichen Widersacher, der ihm immer wieder in die Quere kommt.

Nicht selten hat der Kurier Schreiben zu überbringen, die so oder so die Weltpolitik ändern können. Unter keinen Umstände dürfen sie in die falschen Hände fallen. Entsprechend hat der Kurier beständig auf der Hut zu sein – vor redseligen Prälaten, die ihn zu einem Gläschen Wein einladen wollen, ebenso wie vor willigen Hofdamen, die andere Verlockungen zu bieten haben. In den Wäldern lauern Wegelagerer, in den Kaschemmen Falschspieler alles Art. Außerdem besteht beständig Gefahr, von feindlichen Truppen überrascht zu werden; ändern sich doch die Frontlinien ständig. Wo gestern noch die eigenen Armeen standen, kann heute der Feind sein. Doch Rotteck - gewandt, geistesgegenwärtig, mutig und zäh, wie er ist – besteht seine Abenteuer. Wenigstens die meisten.

Die ungewöhnlich erfolgreiche, mehrfach wiederholte Fern­sehserie erzählte aufregende und amüsante Erlebnisse des Leutnants von Rotteck. Wesentlich für den Erfolg war die Szenerie: Keine Epoche der europäischen Geschichte eignet sich für Abenteuergeschichten besser als die hier gewählte. Die Geschichten erhoben nicht Anspruch auf historische Treue. Wenn man es genau nimmt, war aber auch keine unwahr erfunden. Hauptdarsteller: Klausjürgen Wussow und Volker Kraeft.